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Orgel soll wieder klingen

Die im 13. Jahrhundert als Feldsteinkirche erbaute Kirche in Buckow.
Die im 13. Jahrhundert als Feldsteinkirche erbaute Kirche in Buckow. © Foto: Simone Weber
Simone Weber / 04.06.2017, 08:32 Uhr
Buckow (MOZ) Die Buckower Kirche wurde im 13. Jahrhundert als Feldsteinkirche erbaut. 1858 erhielt sie eine neue einmanuale Lütkemüller-Orgel. "Von weitem betrachtet sieht die Orgel noch ganz passabel aus", betrachtet Hans Blackstein das Instrument. "Die Tasten sehen aber beispielsweise um einiges schlimmer aus, als die der Steckelsdorfer Orgel vor ihrer Sanierung. Doch der erste Blick in das Innere des Orgelkastens lässt eine Rettung des Instruments erhoffen."

Seit den 1970er Jahren ist die Orgel in Buckow zu den Gottesdiensten stumm. Genau so verhielt es sich mit der Orgel in Steckelsdorf. Seit 1380 hatten derer von Treskow das Patronat der Kirche in Buckow und der in Steckelsdorf als Filialkirche inne. So erhielt im Jahr 1859 auch die Dorfkirche Steckelsdorf eine mechanische Schleifladenorgel mit acht Registern aus der durch Friedrich Hermann Lütkemüller 1843 in Wittstock begründeten Orgelbauwerkstatt, die ebenfalls seit den 1970er Jahren nicht mehr gespielt werden konnte.

Im Herbst 2001 haben sich die Gemeinden Buckow, Steckelsdorf, Göttlin, Großwudicke, Grütz und Rathenow-Neue Schleuse zur evangelischen Hoffnungskirchengemeinde Elb-Havel-Winkel zusammengeschlossen. Ein Jahr später gründete sich der Förderverein zum Erhalt der Steckelsdorfer Dorfkirche mit dessen Vorsitzendem Hans Blackstein, mit dem Ziel, die dringenden Sanierungsarbeiten am Gotteshaus zu unterstützen. "Nach der umfänglichen Sanierung der Außenhaut der Kirche im Jahr 2006 und der Sanierung der Orgel 2004 bis 2009 hat sich der Verein aufgelöst", so Hans Blackstein weiter.

"Unsere Orgel soll wieder klingen", heißt es nun im aktuellen Gemeindebrief. Die Hoffnungskirchengemeinde möchte jetzt auch die Pfeifen der Buckower Orgel wieder zum Klingen bringen. Dazu luden Hans Blackstein und der Steckelsdorfer Ortsvorsteher Corrado Gursch nun Kommunalpolitiker in die Hoffnungskirchgengemeinde ein. Roger Lewandowski, der die Steckelsdorfer Kirche erstmals besuchte, zeigte sich interessiert am Engagement der Beteiligten. "Der Landkreis selbst kann eine Sanierung nicht fördern", so der Landrat.

"Bei der Beschaffung von Fördermitteln kann möglicherweise das Programm zur Sanierung und Modernisierung national bedeutsamer Orgeln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien helfen", so Michael Koch, Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler. Das Programm wurde im Jahr 2016 aufgelegt und fördert Sanierungsmaßnahmen bis zu 50 Prozent. Orgelbau und Orgelmusik wurden 2014 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. "Bisher sind schon Spenden von insgesamt 5.000 Euro gesammelt", sagt Pfarrerin Katrin Brandt. "Um die Orgel zu sanieren fehlen noch etwa 29.000 Euro."

Wer sich für die Sanierung der Buckower Orgel engagieren möchte, kann sich bei Hans Blackstein unter 03385/509476 oder per E-Mail Hans.Blackstein@gmx.de melden. Spenden gehen auf das Konto des Evangelischen Pfarramtes Göttlin: IBAN DE 58 1605 0000 3853 0011 13unter dem Stichwort "Orgel Buckow".

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