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Marienthaler Brandschützer im Spielmodus

Hoch hinaus: Für die Zwillinge Emil und Eddi (vorn) und den sechsjährigen Daniel geht es gleich mit Ortswehrführer Timo Frömmrich und Stadtbrandmeister Gerd Ritter in die Höhe.
Hoch hinaus: Für die Zwillinge Emil und Eddi (vorn) und den sechsjährigen Daniel geht es gleich mit Ortswehrführer Timo Frömmrich und Stadtbrandmeister Gerd Ritter in die Höhe. © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 06.06.2017, 05:58 Uhr
Marienthal (GZ) Emil und Eddi, die mit ihrer Mama zum Gerätehaus der Marienthaler Feuerwehr gekommen sind, haben es zuerst die Helme angetan. Die Zwillinge, die im Juli drei Jahre alt werden, möchten auf jedem Fall probieren, ob sie mit einer echten Kopfbedeckung wie Feuerwehrleute aussehen. Tobi Frömmrich, der Ortswehrführer von Marienthal, erfüllt den beiden Jungen den Wunsch. Während Emil einen richtigen Einsatzhelm bevorzugt, hat sich sein Bruder für einen orangefarbenen Helm entschieden, den der Nachwuchs von der Jugendfeuerwehr beim Training trägt. Doch ganz geheuer ist den beiden die ungewohnte Kopfbedeckung nicht.

Am Gerätehaus der Marienthaler Feuerwehr haben sich inzwischen noch einige Kinder mehr eingefunden. Auch ein Mädchen ist dabei. Wie Ortswehrführer Frömmrich berichtet, geht es darum, den Kindern aus dem Ort die Feuerwehr näherzubringen.

Die Attraktion am Nachmittag ist die Drehleiter, mit der Gerd Ritter, Stadtbrandmeister von Zehdenick, nach Marienthal gekommen ist. Auch hier erweisen sich Emil und Eddi als mutige Jungs, die sich im Korb in eine Höhe von 23 Metern Höhe befördern lassen. Auch Daniel (6)nutzt die Gelegenheit, den Ort aus der Vogelperspektive zu betrachten. Natürlich dürfen die Mutter und der Vater dabei sein, wenn die Kinder in den wolkenlosen Himmel aufsteigen.

Doch auch das Fahrzeug der Marienthaler Wehr und das Schlauchboot finden das Interesse der Kinder. Einige nehmen im Führerhaus der TSF-W schon mal Platz, andere bestaunen die vielen Teile, die in einem Fahrzeug mitgeführt werden. Da gibt es eine Tragkraftspritze, Schläuche und Leitern. "TSF heißt Tragkraftspritzenfahrzeug, das W bedeutet, dass 750 Liter Löschwasser mitgeführt werden", erklärt der Chef der Wehr.

Wie Timo Frömmrich berichtet, spürt auch die Marienthaler Wehr die demografische Entwicklung. Gegenwärtig gehören der Wehr 14 aktive Mitglieder an. Doch wenn die Sirene geht, sind es oftmals nur wenige Kameraden, die sich am Gerätehaus einfinden. "Viele arbeiten auswärts. Wir werden durch Wegzug immer weniger", sagt Frömmrich. "Deshalb möchten wir etwas für die Nachwuchsgewinnung tun."

Was die Einsätze der Marienthaler Wehr betrifft, halten sich diese im normalen Rahmen. 2016 waren es lediglich neun. Dabei handelte es sich laut Frömmrich um technische Hilfeleistungen und die Hilfe bei Verkehrsunfällen. Der Marienthaler Ortswehrführer arbeitet tagsüber in seiner Firma im Zehdenick. "Wenn der Pieper angeht und ich abkömmlich bin, rücke ich mit den Zehdenicker Kameraden aus."

Eine Freiwillige Feuerwehr gibt es in Marienthal seit 1930. "Allerdings gab es vorher bereits eine Pflichtfeuerwehr", weiß Frömmrich. Der Ortswehrführer ist froh, dass allein die jetzige Jugendwehr sieben Mitglieder zählt. Doch es darf keinen Stillstand geben. Deshalb will man, wie bereits vor einigen Jahren, eine Gruppe von Kindern ab fünf Jahre spielerisch für die Feuerwehr beziehungsweise für den Brandschutz begeistern.

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