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Jugendfeuerwehren üben den 24-Stunden-Tag

Fünf Stationen und ein Dreifach-Alarm

Hier versuchen die Waldsieversdorfer, aus Feuerwehrleiterteilen, Folie und Spanngurt ein provisorisches Becken zu bauen.
Hier versuchen die Waldsieversdorfer, aus Feuerwehrleiterteilen, Folie und Spanngurt ein provisorisches Becken zu bauen. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 06.06.2017, 06:00 Uhr
Garzau-Garzin (MOZ) Es gibt Schleifchennudeln und Tomatensoße. Im Versammlungsraum der Garziner Wehr sitzen jede Menge Mädchen und Jungs aus Jugendfeuerwehren im Amtsbereich Märkische Schweiz und löffeln.

Mittagessen gehört auch für Berufsfeuerwehrleute zum Tagesablauf. Den nämlich - einen 24-Stunden-Tag - proben die Nachwuchs-Freiwilligen aus Garzau-Garzin, Waldsieversdorf, Grunow-Ernsthof, aus Zinndorf (Klosterdorf rückt später noch an) und Berlin-Blankenburg am Pfingstsonnabend.

Manchmal aber bleibe der Löffel neben dem Teller liegen und die Löschprofis rücken schleunigst aus, weiß Denny Reichert nur zu gut. Der Ortswehrführer von Garzin ist Feuerwehrmann von Beruf und hat diesen Höhepunkt für die Garzau-Garziner Jugendfeuerwehr erstmals vor zwei Jahren mit Mitstreitern auf die Beine gestellt.

Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, vom Terminabstimmen bis zu diversen Genehmigungen, Abstimmungen, Anmeldungen, Rücksprachen, gehört dazu. Außerdem soll sich dieser Tag nicht wiederholen. Deshalb sind diesmal Technisches Hilfswerk, Sportmobil und Feuerwehr Müncheberg involviert und "wir haben bis 15 Uhr Stationsbetrieb", erklärt der Garziner.

An fünf Punkten wechseln sich die Ortsteams ab, bekommen Aufgaben, haben Spaß und lernen dabei. Zuletzt sind auf dem Laufzettel die Stationen Schläuche und Knoten, Bogenschießen, Ausleuchten der Einsatzstelle, Teleskopmast und Springbrunnenbau abgehakt und mit Zeit oder Punkten versehen. Schließlich wartet am Ende eine Auswertung.

Nach der Kaffeepause aber wird es zunächst ernst. "Dank Hilfe der Firma EuroBOS haben wir für die teilnehmenden Fahrzeuge heute Pieper und können von hier aus alle wie echt alarmieren", freut sich Reichert. Immerhin warten noch ein Hauseinsturz mit begleitender Explosion und drei Alarme im Fünf-Minuten-Takt (Ölspur, Kleinbrand, Flächenbrand) auf die jungen Feuerwehrleute. Da werde sich zeigen, wie die Teams zusammenspielen.

Dazwischen aber rücken alle zum Gratulieren aus, denn einer ist wegen seiner Jugendweihe nicht dabei. "Der wird staunen!"

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