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Gute Resonanz auf die Ausstellung mit Bildern von Fritz Panecke

Ein Blick zurück auf Bollersdorf

Blick aufs Foto: Genau so sah Fritz Panecke aus, dessen Sohn die Bollersdorfer Schüler nach dem Krieg unterrichtete, während der Vater malte (Herbert Malzahn und Gerhard Jeutner, v. r.)
Blick aufs Foto: Genau so sah Fritz Panecke aus, dessen Sohn die Bollersdorfer Schüler nach dem Krieg unterrichtete, während der Vater malte (Herbert Malzahn und Gerhard Jeutner, v. r.) © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 07.06.2017, 06:00 Uhr
Bollersdorf (MOZ) Natürlich hat er auch die Postkarten-Idylle gemalt, für die wohl jeder die Knipse zückt - den Blick über den spiegelnden Dorfteich mit Weiden, der Kirche und den geduckten Häuschen. Doch das ist längst nicht alles, was Fritz Panecke (1883-1977) in den Bollersdorfer Jahren ab 1946 im Bild festgehalten hat.

Ein paar davon haben am Pfingstsonntag und -montag im Vorraum der Bollersdorfer Kirche gehangen: schlittschuhlaufende Kinder auf dem zugefrorenen Dorfteich, der blühende Wiesenrain vor den Orts-Umrissen, der verschneite Weg zum Wirtschaftshof, die Friedhofsmauer mit dem alten Feuerwehrdepot, aber auch die Ruine der zum Kriegsende ausgebrannten Dorfkirche mit neogotischen Turmelementen - diese aber in Schwarz-Weiß.

"Ich glaub, jeder alte Bollersdorfer hat irgendwo in seinem Haus mindestens ein Bild von Panecke", vermutet Gerhard Jeutner, auf dessen Initiative die kleine Schau zurückgeht. Drei hängen auch bei Herbert Malzahn, lange Jahre Ortsvorsteher in Bollersdorf. "Wir wohnten damals zusammen mit Paneckes in Raupachs Haus", kommen Erinnerungen.

Die sind längst nicht nur auf jene beschränkt, die bei Maler-Sohn Ernst Panecke zu vierzigst in die Ein-Klassen-Dorfschule gingen. Malzahns Sohn Uwe fällt ein, dass sie beim Buddeln im Sandkasten dem Maler immer mal über die Schulter geschaut hätten, dass er auch Klavier spielte und die Frau ihnen Porreestangen zum Seifenblasen gegeben habe ...

Etliche Einheimische oder Bewohner näherer Umgebung hatten die Offerte genutzt, sich eine Auswahl der Bollersdorf-Motive anzuschauen. Welchen Fundus würden erst die vielen Tagebücher Fritz Paneckes darstellen, vermutet Waltraud Fiedler. "Wir mussten im Garten immer der Lehrersfrau helfen", entsinnt sie sich ihrer Schulzeit.

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