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Original am Kriegerdenkmal fehlt schon lange

Bliesdorfer wollen Kupferplatte ersetzen

Das Kriegerdenkmal in Bliesdorf: Die untere Tafel fehlt, soll jedoch nachgestaltet werden.
Das Kriegerdenkmal in Bliesdorf: Die untere Tafel fehlt, soll jedoch nachgestaltet werden. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 07.06.2017, 06:40 Uhr
Bliesdorf (MOZ) Mit dem erst kürzlich neu bedachten Pavillon mache der Bliesdorfer Anger doch wirklich wieder etwas her, meinte Bürgermeister Reiner Labitzke bei der jüngsten Ortsbegehung mit Gemeindevertretern und dankte in dem Zusammenhang noch der in Wriezen ansässigen Firma Dachbleche24 für ihre Unterstützung.

Zwar fehle dem Pavillon ein neuer Anstrich im unteren Bereich, aber der sei nur eine Frage der Zeit, meinte Labitzke und erinnerte an die Ortsbegehung vor zwei Jahren. "Da stand sogar der Abriss des Pavillons zur Diskussion." Gerade auch mit dem erst kürzlich wieder eröffneten Landgasthof, der Kirche und der Heimatstube stelle der Dorfanger einen Anziehungs- und Treffpunkt nicht nur für die Bliesdorfer dar, sondern lade auch Ausflügler zum Verweilen ein, so der Bürgermeister. Er freue sich schon jetzt auf die nächsten Veranstaltungen in dem Bereich.

René Biebermann, Ortsvorsteher in Bliesdorf, nutzte unterdessen die Gelegenheit, um auf Schäden am Kriegerdenkmal auf dem Anger aufmerksam zu machen. Links und rechts seien deutliche Risse zu erkennen. Zudem fehle wohl schon seit den 1970er-Jahren die untere Platte aus Kupfer. Inzwischen hätten sich, so René Biebermann weiter, mehrere Privatleute in Bliesdorf gefunden, die das Denkmal nicht nur instand setzen wollen, sondern auch an einen Ersatz für die alte Platte denken. Das Vorhaben soll möglichst noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Problem sei, dass die Aufschrift bisher wohl nur sinngemäß bekannt ist. "Uns fehlt einfach ein Foto oder ein anderer Hinweis", so der Ortsvorsteher. Das Besondere des Denkmals sei, dass die Feldsteine nur als Zierde dienen. "Es ist innen mit Ziegelsteinen gemauert". so René Biebermann.

Die gestartete Spendenaktion ruhe zurzeit, weil über die Amtsverwaltung geklärt werden soll, ob eventuell Fördermittel beantragt werden können. Schwierigkeit dabei sei, dass das Kriegerdenkmal, das nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden ist, zwar ein Denkmal aber keine Kriegsgräberstätte ist. Im Zuge der Instandsetzung soll auch die Umrandung einen dunklen Anstrich bekommen.

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