Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

"Knutschkugel und Co." in Grebs

Der DKW F5 K ein zweisitzigen Roadster hatte eine aus Sperrholz und Stahl zusammengesetzte Karosserie.
Der DKW F5 K ein zweisitzigen Roadster hatte eine aus Sperrholz und Stahl zusammengesetzte Karosserie. © Foto: MZV
Erhard Herrmann / 11.06.2017, 12:44 Uhr
Grebs (MZV) Der Veranstaltungskalender für Oldtimer-Fans ist voller attraktiver Events, auf denen stolze Besitzer ihre Wagen vorführen und sich mit Gleichgesinnten und interessierten Besuchern austauschen. An Pfingsten steht das Oldtimertreffen im Grebser Dreiseitenhof ganz oben auf der Liste. "Unsere Veranstaltung lockt nicht nur die Oldtimer-Fans aus der Region an. Obwohl das Wetter diesmal nicht so optimal mitspielt, können wir uns über eine sehr gute Teilnehmerzahl freuen", erklärte der Mitorganisator Harry Grunert. Dabei ist fast keiner der Teilnehmer im Club oder Verein organisiert und dennoch schweißt sie etwas fest zusammen: die Leidenschaft für alte Fahrzeuge. Zu der rot lackierten Knutschkugel (BMW Isetta), dem DKW F5 K einem zweisitzigen Roadster mit Ledersitzen oder der alte Wartburg 311 mit seinen harmonischen Formen, die so gar nicht mit der DDR assoziiert werden können. Zu Details wie blitzendem Chrom oder einem festgeschnallten Lederkoffer, dort wo die Youngtimer schon den Kofferraum haben. Hinzu kommt, für die Liebhaber das Erlebnis fahren ohne einen ultimativen Fahrkomfort. Liebevoll wird da der rostige Garagenfund restauriert und aufpoliert, in unzähligen Arbeitsstunden wieder fahrbereit gemacht und mit der eigenen Hände Arbeit für die Nachwelt erhalten. "Jedes Fahrzeug strahlt seinen eigenen Charme aus und beeindruckt durch seine Form. Man kann sich gar nicht vorstellen, was diese Fahrzeuge für Geschichten und Anekdoten erzählen könnten", so antworteten viele auf die immer wieder gestellte Frage nach dem Reiz, einen Oldtimer fahrtüchtig zu machen. Das Ergebnis ihrer Mühen wird dann unter anderem im Grebser Dreiseitenhof präsentiert. Hier zählte dann der gemeinsame Austausch. Man kennt sich gut, fragt gleich nach dem einen oder anderen Problemchen der betagten Automobile und steckt den Kopf unter die Motorhauben. Denn "alles in Ordnung" ist selten bei einem Oldtimer. Die Teilnehmer zeigten sich hoch zufrieden und sprachen von einem familiären Treffen, zu dem es sich lohnt hinzufahren. Auch wegen der beiden Moderatoren Frank Niewar und Michael Arnd die zu jedem Fahrzeug kleine Geschichten und Anekdoten erzählten. Sicherlich ein dickes Lob und Anerkennung für die Organisatoren dem Dorf- und Heimatverein Grebs e.V. der auch das Museum betreibt. 1995 wurde mit dem Sammeln und dem Aufarbeiten von Sachzeugen des Lebens auf dem Lande, besonders in der Zauche im 19. und 20. Jahrhundert, begonnen. Das "Leben unserer Großeltern" wird hier gezeigt. Präsentiert werden landwirtschaftliche Geräte, Produktionstechniken und Gegenstände des bäuerlichen Lebens. Als Besonderheit wird die Herstellung von Holzpantinen, eines in Grebs mehr als 100 Jahre ansässigen Gewerbes, dargestellt. Des Weiteren kann man verschiedene Modelle von Fahrrädern mit Hilfsmotoren (Hühnerschrecks) bestaunen. Geöffnet ist der Dreiseitenhof am Dorfanger 12 in Grebs immer samstags von 14-17 Uhr oder für Gruppen auch nach Vereinbarung mehr Informationen unter www.dreiseitenhof-grebs.com.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG