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Schlangestehen für einen Blick ins Gästehaus der Bundesregierung

Probesitzen möglich: Einer der Helikopter, die von der Luftwaffe für den Transport von Regierungsmitgliedern und Staatsgästen bereitgestellt wird, wartete zum Abschluss des Rundgangs auf Neugierige.
Probesitzen möglich: Einer der Helikopter, die von der Luftwaffe für den Transport von Regierungsmitgliedern und Staatsgästen bereitgestellt wird, wartete zum Abschluss des Rundgangs auf Neugierige. © Foto: Jürgen Rammelt/MOZ
Jürgen Rammelt / 11.06.2017, 20:10 Uhr
Meseberg (MOZ) Es war ein einziges Gewimmel am Sonnabend auf dem Gelände des Gästehauses der Bundesregierung in Meseberg. Dort fand zum wiederholten Mal der alljährliche Tag der offenen Tür statt, zu dem mehr als 2 000 Besucher in den Ortsteil gekommen waren.

Wer mit dem Auto anreiste, musste dieses bereits etliche Meter vor dem Ort abstellen und dann zu Fuß den restlichen Weg bis zum Schloss zurücklegen. Doch selbst ein Spaziergang entlang des Ufers des Huwenowsees lohnte sich. Er bot den Besuchern einen wundervollen Blick auf das Schlossensemble sowie auf den Weinberg am gegenüber liegenden Seeufer.

Am Schloss Meseberg angekommen, galt es, sich in die Schlange einzureihen, bevor man das Tor zum Innenhof passieren durfte. Gut waren diejenigen Gäste beraten, die vorher ihre Taschen abgegeben hatten, denn bereits im Vorfeld war informiert worden, dass, wie auf Flughäfen üblich, die Besucher kontrolliert wurden.

War das geschafft, dann ging es vorbei an der Bigband der Bundeswehr, die mit eingängigen Melodien die Besucher begrüßte. Die Besucher des Tages der offenen Tür konnten sich anschließend an einigen Tafeln informieren, welche Staatsgäste bereits in Meseberg von der Bundeskanzlerin empfangen worden waren. Neben dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush, waren das etwa Russlands Ministerpräsident Dimitri Medwedew, sowie die Premierminister Wen Jiabao (China), Jose Luis Zapatero (Spanien) und viele andere.

Dann ging es über den roten Teppich hinein in das der Messerschmitt-Stiftung gehörende Schloss. Doch nicht nur das Innenleben des Gästehauses mit den gedeckten Tischen, der stilvollen Möblierung, den Blumenbouquets, den kunstvollen Leuchtern, Gemälden und sonstigem Inventar sorgte für Erstaunen, auch der rückseitige Gartenbereich mit dem Springbrunnen im nahen See bot besonders den Blumenliebhabern ein einzigartiges Erlebnis.

Von hier aus konnte man vorbei an Taxusbäumen und gepflegten Grünflächen zum Gartenpavillon schlendern oder sich vom sechs Hektar großen Barockpark mit den urigen Bäumen, den steinernen Vasen und Skulpturen verzaubern lassen. Hier hatten die Besucher auch Zeit, sich anhand eines Heftes über die Historie des Schlosses zu informieren.

So geht die Geschichte zurück bis ins Jahr 1723, in dem der Grundstein für das Schloss gelegt wurde. Bauherr war ein gewisser Herman Graf von Wartensleben, dem das Anwesen bis 1774 gehörte. Eng verbunden ist das Schloss Meseberg mit dem Rheinsberger Hof, zumal Prinz Heinrich, der Bruder Friedrich II., im Jahre 1774 für 130 000 Taler das Schloss Meseberg und die Dörfer Baumgarten, Schönermark, Rauschendorf und Meseberg kaufte, um sie Major Christian Ludwig von Kaphengst zu schenken.

Von 1820 bis 1945 hatte das Schloss allein neun Besitzer. In der DDR zum Volkseigentum erklärt, befanden sich in dem Gebäude die Gemeindebibliothek, die Schule, die Küche der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) und eine Filiale des Konsums.

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