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Offene Ateliertüren in der Kunsthalle Hagedorn / Thomas Lünser lebt nun mit auf dem Grundstück

"Künstlerdorf" Ihlow erhält Zuwachs

Ihlower Neubürger: Der Maler Thomas Lünser, hier an einer Lehniner Ansicht arbeitend, war schon einige Jahre als Gastkünstler dabei.
Ihlower Neubürger: Der Maler Thomas Lünser, hier an einer Lehniner Ansicht arbeitend, war schon einige Jahre als Gastkünstler dabei. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 12.06.2017, 07:32 Uhr
Ihlow (MOZ) "Unser Künstlerdorf hat sozusagen Zuwachs erhalten", sagt Gastgeber Udo Hagedorn mit einem Lächeln. Jahrelang hat er seinen Kollegen Thomas Lünser mit dessen Werken als einen der Gastkünstler präsentiert. Jetzt ist dieser Ihlower Neubürger, als Mieter in die andere Haushälfte gezogen. Und hat beim Wochenende des offenen Ateliers, zu dem Hagedorn wie jedes Jahr eingeladen hat, an dem kleinen Zwischenzaun etliche seiner Bilder aufgehängt. Ortsansichten und Landschaften aus nahezu ganz Brandenburg, der Prignitz, dem Fläming, dem Barnim. Gerade ist er noch mit einem Lehnin-Bild zugange, die Besucher können ihm dabei zusehen. Und Lünser malt nicht nur, er schreibt auch. Drinnen in der Galerie liegen die Krimis, die er unter dem Pseudonym Thomas L. Viernau verfasst hat. Titel wie "Kranichtod", "Nixentod" oder "Arkadiertod". "Über 30 Jahre Stadt reichen", sagt Lünser, der aber zum Arbeiten teils noch nach Berlin pendelt. Hagedorn zeigt derweil Ishlar Smolny-Thoms, einer Nachbarin aus dem Ort, die Ergebnisse des vorjährigen Konzeptkunst-Projektes "Kontrollverlust". Mit einem an einer wackligen Kunststruktion befestigten Stift konnten da die Besucher nach einem Titel, den sie vorher angaben, etwas mühsam ein Bild malen. Diesmal hat sich der Maler und Konzeptkünstler den alten Geheimrat als Paten genommen. "Goethe - welche Farbe hat der Neid?" steht als Frage im Raum. Jeder, der möchte, kann zu Liebe, Hass, Hoffnung, Verzweiflung und eben Neid seine persönliche Farbassoziationen in einem großen Kreis mischen, die Ergebnisse werden am Zaun untereinander aufgehängt. Sichtpunkte für die, die sich dann bei Kaffee und Kuchen zur Livemusik niedergelassen haben.

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