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Therapiehunde vorgestellt

Therapiehunde, wie die von Kerstin Paul (li.), werden in Alten- und Pflegeheimen, aber auch in in der Arbeit mit Kindern eingesetzt.
Therapiehunde, wie die von Kerstin Paul (li.), werden in Alten- und Pflegeheimen, aber auch in in der Arbeit mit Kindern eingesetzt. © Foto: Alschewski
Janett Alschschewski / 14.06.2017, 06:31 Uhr
Milow (MOZ) Am Samstag fand in der Turnhalle der Inge-Sielmann-Grundschule die erste Seniorenmesse im Milower Land statt. Insgesamt präsentierten sich 35 Aussteller, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen zum Thema Gesundheit und Pflege vorstellten.

Es waren nicht nur ältere Menschen gekommen, auch Jüngere nutzten die Möglichkeit sich zu informieren. Dank des angebotenen Shuttlebusses konnten auch Senioren aus Nitzahn, Großwudicke und Möthlitz anreisen. Neben der Vorstellung der Dienstleister konnte man auch selbst aktiv werden. Es gab einen Rollstuhl-Parcours, Fitnesstest und eine Alterssimulation. Für die ganz jungen stand eine Hüpfburg bereit. Die Torwand lud zum Bälle schießen ein.

Viele Besucher nutzten das Angebot der Wünschebox und schrieben ihre Wünsche und Gedanken zum Thema Älter werden auf dem Land auf. Die Wünsche werden in den kommenden Tagen durch Ines Neidt und den Seniorenbeirat ausgewertet.

Wie sich ein Senior fühlt, durften junge Menschen mit Hilfe des Alterssimulationsanzugs am eigenen Leib erfahren. Dieter Braun half beim Überwinden des Parcours. Getestet hat das auch die Sekretärin der Sielmann-Grundschule, Iris Guder. "Es ist sehr anstrengend", lautete ihr Fazit. Man sei sehr unsicher und hätte ständig Angst zu fallen oder fehl zu treten. Der Anzug schränkt die Sicht und die Bewegung ein und soll so helfen, sensibler gegenüber Senioren und ihren Einschränkungen zu werden. Iris Guder will weiter aktiv Sport betreiben, um diese Einschränkungen für lange Zeit nur in einem derartigen Anzug spüren zu müssen. Tatsächlich trainiert sie gerade für ihren ersten Halbmarathon, den sie im Oktober laufen möchte.

Anziehungspunkt waren am Samstag auch die Therapiehunde aus Brandenburg an der Havel. Monika Goy, die die Therapiehunde im Havelland vertritt, konnte leider nicht zur Messe kommen, wurde von den Kollegen aus Brandenburg aber würdig vertreten. Kerstin Paul war mit ihren beiden Hunden Fly und Amy vor Ort. Das Team besucht beispielsweise Menschen in Pflegeheimen. Dort werden mit den Bewohnern und den Hunden unter anderem Koordinationsübungen, Bastelnachmittag oder einfach nur Streicheleinheiten durchgeführt. Wie gut das den älteren Menschen tut, erlebt Kerstin Paul immer wieder. Besonders beeindruckend sei es, wenn schwer demente Senioren wieder ein wenig sprechen würden.

Wer mehr über die Therapiehundearbeit erfahren will, kann sich an Monika Goy wenden. Die in Rathenow lebende Bearded-Collie-Züchterin ist unter 0173/2635312 erreichbar.

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