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Geglückte Aufholjagd nach Anrempler

Nächste Station - Zandvoort: In den Niederlanden geht Mike Ortmann vom 21. bis 23. Juli ins Rennen.
Nächste Station - Zandvoort: In den Niederlanden geht Mike Ortmann vom 21. bis 23. Juli ins Rennen. © Foto: Michael Schulz
Michael Schulz / 15.06.2017, 05:00 Uhr
Blumberg (MOZ) Es ist schon etwas ganz Besonderes, auf dem Red Bull Ring in Österreich seine Runden drehen zu dürfen. In der "Liga der Supersportwagen" mit einem 585 PS starken Audi war es am Wochenende auch für den Blumberger Mike David Ortmann eine ganz neue Erfahrung. Der 17-Jährige, der in dieser Saison mit seinem BWT Mücke Motorsport im Rahmen der ADAC GT Masters an den Start geht, konnte bereits am Donnerstag vor dem Rennwochenende seine ersten Erfahrungen im Audi sammeln. "Auch wenn ich in den beiden Jahren zuvor hier in Spielberg auf dem Red Bull Ring in der Klasse der ADAC Formel 4 an den Start ging und das Auf und Ab der 4318 Meter langen Strecke bereits ganz gut kenne - so war es mit dem Audi alles neu für mich. Es war gar nicht so einfach, mich da reinzufuchsen", so das Motorsporttalent.

Doch schon am Freitag, als die offiziellen freien Trainings liefen, tauchte der Audi mit der Startnummer 25 immer wieder auf den vorderen Plätzen des Tableaus auf. So war es keine große Überraschung, als Ortmann im Zeittraining auf den zehnten Startplatz fuhr. Die Freude bei dem Youngster war umso größer, als ihm nach dem Zeittraining seine Ingenieure mitteilten, er sei von allen Audi-Piloten, auf Platz zehn liegend, der schnellste. "Ein bisschen wäre vielleicht noch gegangen. Dennoch habe ich versucht, alles aus dem Auto herauszuholen", berichtete der Barnimer.

In der "Liga der Supersportwagen" soll die "Balance of Performance" (BoP) für Chancengleichheit unter den Fahrzeugen sorgen. Generell gelingt ihr das auch sehr gut und die GT Masters erlebt keine Markendominanz. Der Red Bull Ring, der aufgrund seines Streckenlayouts eher für Fahrzeuge von Vorteil ist, die ihre Leistung aus dem Drehmoment generieren - der Audi bezieht seine Leistung aus der Drehzahl - machte die Aufgabe für Ortmann an diesem Wochenende alles andere als einfach. "Es werden ab jetzt einige Strecken kommen, die dem Audi in die Karten spielen. Ich werde versuchen, das sofort zu nutzen, um im Zeittraining noch weiter vorne zu stehen", erzählte der 17-Jährige selbstbewusst.

Im ersten Rennen am Samstagmittag bekam Ortmann von einem Mitbewerber in der zweiten Rennrunde von hinten einen "Stoß" - der Audi mit der Startnummer 25 drehte sich - und Ortmann blieb nichts anderes übrig, als das Feld von hinten aufzurollen. Dazu gab es eine Durchfahrtsstrafe. Einer der Mechaniker soll ein Teil in der Hand gehabt haben, das er zu diesem Zeitpunkt, auch wenn er es nicht benutzte, nicht in der Hand hätte haben dürfen. Dazu bekam der Audi plötzlich Probleme. Die Antriebswellen quittierten ihren Dienst. Somit musste Ortmann zusehen, wie sein zehnter Startplatz am Streckenrand des Red Bull Ringes im ersten Rennen strandete.

In dem zweiten Zeittraining am Sonntagmorgen belegte das Fahrerduo Ortmann/Stippler den 14. Platz. Und auch im zweiten Rennen am Sonntagnachmittag ging es weiter nach vorne. Letztendlich zeigte das Fahrerduo seine Qualität und Ortmann stellte den Audi auf einem fantastischen zehnten Platz ab. Wieder einmal mehr zeigte er, dass mit ihm zu jedem Zeitpunkt zu rechnen ist. Wieder war die Nummer 25 der beste Audi im gesamten Starterfeld der 28 Supersportwagen. "Mike hat einen perfekten Job gemacht. Seine Leistung ist beeindruckend. Bester Audi im Zeittraining, als drittbester Audi losgefahren und als bester Audi ins Ziel am Red Bull Ring ist schon eine klasse Leistung", so sein Teamkollege Frank Stippler. Aber auch sein Ingenieur Sebastian Dross ist voller Lob für den auszubildenden Mechatroniker: "Wir haben als Team einen fantastischen Job gemacht und das Maximale herausgeholt. Der Red Bull Ring war nie eine Strecke für den Audi. Wir hatten uns vorgenommen, bester Audi im Starterfeld zu werden, und das haben wir erfolgreich umgesetzt." Und Teamchef Peter Mücke findet deutliche Worte für seinen Schützling: "Geil. Einfach nur klasse, was Mike David Ortmann hier abliefert."

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