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Trainer Stefan Manzel nimmt am Sonnabend Abschied vom SV Altlüdersdorf II

Letztes Spiel mit der SVA-Reserve: Trainer Stefan Manzel nimmt Abschied

Fußball - Stefan Manzel - Foto: Stefan Zwahr
Fußball - Stefan Manzel - Foto: Stefan Zwahr © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 16.06.2017, 19:24 Uhr
Altlüdersdorf (MOZ) Im Winter 2011 übernahm Stefan Manzel das Traineramt beim SV Altlüdersdorf II. Kein leichtes Unterfangen, denn das Team genoss keinen guten Ruf. Der ehemalige Fürstenberger verpasste der Oberliga-Reserve neuen Glanz, führte sie zum Kreispokalsieg und in die Landesklasse. Heute nimmt er Abschied vom SVA. Stefan Zwahr sprach mit dem 39-Jährigen.

Sie betreuen den SVA II letztmalig als Trainer. Gehen Sie mit ein wenig Angst in diesen Tag?

Nein, ich habe keine Angst davor. Aber ich bin selber ein bisschen überrascht, dass es mir sehr gut geht. Das liegt sicherlich daran, dass ich mich sehr lange auf diesen Abschied eingestellt habe. Es stand für mich vor der Rückrunde fest. Mir geht es wirklich gut.

Wie behandelt Sie die Mannschaft so kurz vor dem Ende?

Es gibt sicher einige, die gern mit mir weitergemacht hätten. Ich hoffe, dass sich alle noch mal reinhauen. Letzte Woche hat die Mannschaft gekämpft wie eigentlich noch nie. Wir werden noch mal alles geben. Es geht darum, den dritten Platz in der Rückrunde zu halten. Darum wollen wir nachlegen.

Wie sieht der Kader aus?

Im Vergleich zur Vorwoche wird nur Torwart Kevin Krysiak arbeitsbedingt fehlen. Wir haben aber Ersatz innerhalb der Mannschaft.

Hatten Sie schon Zeit, um die Jahre in Altlüdersdorf Revue passieren zu lassen?

Naja, man redet so ein bisschen im Verein darüber, was wir geschafft haben in den letzten Jahren. Wer sich die Historie anguckt, wird sehen, dass wir Jahr für Jahr einen Schritt gemacht haben. Wir haben den Pokal gewonnen, nachdem wir im Jahr davor unglücklich das Halbfinale gegen Zehlendorf verloren hatten, wurden Hallenmeister und Kreismeister. Und jetzt haben wir nach einer schwierigen Hinrunde den Klassenerhalt geschafft. Es ist ein klarer Trend nach oben zu sehen gewesen. Ich kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken und ein gutes Team übergeben. Als Sie die SVA-Reserve übernahmen, hatte die Truppe einen schlechten Ruf. Wie erinnern Sie sich an diese Zeit?

Es war schon sehr schwierig, den schlechten Ruf wegzubekommen. Das haben wir in den letzten Jahren aber geschafft. Der Ruf hat sich gebessert in den letzten sechs Jahren. Wir sind mittlerweile in der Landesklasse angekommen und haben uns durch den einen oder anderen Sieg Einträge in den Statistiken verschafft.

Und das mit einer Mannschaft, die schnell über einen eigenen festen Kader verfügte ...

Ja, wir haben uns nicht von oben verstärkt. Punktuell wird natürlich immer mal was abgegeben, aber das war nichts Wettbewerbsverzerrendes.

Können Sie die Kritik verstehen, die nach dem letzten Spiel aus Ahrensfelde kam?

Das ärgert mich ein bisschen. Da wird von Spielern gesprochen, die Oberliga-Minuten haben. Da geht es um Dariusz Bucinski, der 44 Jahre und Co-Trainer ist. Man muss immer sehen, worüber wir reden. Grundsätzlich wird man als zweite Mannschaft immer so dargestellt, dass man etwas Schlimmes gemacht hat. Vielleicht hat uns der Gegner aber einfach nur auf die leichte Schulter genommen und sollte lieber da ansetzen. Die Wahrheit ist, dass wir in der Rückrunde kein einziges Heimspiel verloren haben. Ich bin stolz darauf, was wir erreicht haben.

Werden Sie loslassen können?

Ich hoffe, dass ich das kann. Vielleicht bin ich jetzt auch einfach nur cool, weil ich mich auf die Zeit freue, in der ich mehr Zeit habe. Ich bin schon ausgebrannt. In meiner Mannschaft sind viele tolle Jungs und charakterlich gute Leute, die ich irgendwann vermissen und mir mal angucken werde.

Sie sind also an jedem Wochenende am Spielfeldrand zu sehen?

Auf keinen Fall. Ich will mir den Abstand gönnen. Den einen oder anderen Sportplatz werde ich sicherlich besuchen, aber nur, wenn es zeitlich passt. Sonst kümmere ich mich um meine Sachen.

Ab wann dürfen Vereine anrufen, die Stefan Manzel als Trainer haben wollen?

Anrufen können sie immer. Sie werden das Gleiche hören, wie die Vereine, die in jüngster Vergangenheit angerufen haben.

Und das wäre?

Vor eineinhalb oder zwei Jahren wird nichts passieren. Aber irgendwann werde ich wieder als Trainer auftauchen.

Zur Person


■ Stefan Manzel wurde am 18. Dezember 1977 geboren.
■ Als Aktiver spielte er für Fortuna Bredereiche, den SVFürstenberg und SV Zehdenick.
■ Erster großer sportlicher Erfolg war 1997 der Sieg im Kreispokal mit den A-Junioren des SV Fürstenberg. Im Männerbereich stieg Manzel ein Jahr später mit Bredereiche in die Kreisliga auf, 2004 glückte mit dem SV Zehdenick der Aufstieg in die Landesliga.
■ Als Trainer führte er Fürstenberg 2009 zum Triple aus Hallentriumph, Kreispokalsieg und Kreismeisterschaft.
■ 2013 wurde Manzel Hallenkreismeister mit dem SV AltlüdersdorfII, den er zwei Jahre später zum Kreispokalsieger und 2016 zum Kreismeister machte. (sz)

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