Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sternstunde von Helden

Alle auf einen: Nachdem Mathias Kube den fünften Elfmeter für Union Neuruppin verwandelt hatte, war kein Entfliehen mehr möglich.
Alle auf einen: Nachdem Mathias Kube den fünften Elfmeter für Union Neuruppin verwandelt hatte, war kein Entfliehen mehr möglich. © Foto: MZV
Matthias Haack / 16.06.2017, 22:24 Uhr - Aktualisiert 19.06.2017, 11:39
Alt Ruppin (RA) Auch im dritten Anlauf dieser Saison hat es der MSV nicht geschafft, die Alt-Herren-Fußballer des SV Union zu bezwingen. Mit 7:6 nach Elfmeterschießen setzte sich die Elf um den scheidenden Trainer Oliver Pastow am Abend durch. Damit geht der Kreismeistertitel an den Verein am Ostufer des Ruppiner Sees.

Wer in der Nähe des Alt Ruppiner Waldstadions wohnt, der bekam spätestens nach dem zehnten Elfmeterschützen und dem fulminanten Geschrei der Unioner mit, dass hier etwas Außergewöhnliches passiert sein muss. Das war es. Helden wurden geboren: Auf der einen Seite hätte es der Abend von Enrico Hinzer werden können. Denn zweimal netzte der Torjäger des MSV ein (6., 42.). Zweimal traf auch Maik List für die Unioner (3., 68.). Als ein wenig mehr Held konnte sich Keeper Henrik Pöhls fühlen, der einen Elfmeter von Jörg Redmann parierte - weil alle anderen trafen, war das die Entscheidung. Aber Halt. Die Last lag beim 6:6 auf dem letzten Schützen. Mathias Kube lief an und überwand Hagen Leupold. Sekunden darauf galt er als Unterster in der Traube als verschüttet und vor allem als Held.

Union Neuruppin setzt sich im Finale um den Kreismeistertitel der Alt-Herren-Fußballer im Elfmeterschießen gegen den MSV durch.
Bilderstrecke

Der Pokal geht ans Ostufer

Bilderstrecke öffnen

Keine vier Wochen ist es her, dass Kube sich eine Sprunggelenkverletzung im Match gegen Herzberg zugezogen hatte. Er ließ sie weder exakt diagnostizieren noch behandeln. Eine Bandage half im Alltag. Er wollte seinem Team aber bei dieser einmaligen Chance helfen, den Meistertitel zu holen, nicht nur als Antreiber von außen, sondern als Aktiver. "Unser Plan ist es", weihte er schon kurz nach dem Anpfiff ins Geheimnis ein, "dass ich nach 78 Minuten eingewechselt werde, sofern es dann Unentschieden steht. Für den Elfmeterschuss reicht die Kraft." In der Nachspielzeit beim 2:2 zog Union dann seinen Trumpf.

Robert Schröder, Christian Stölke, Enrico Hinzer und Martin Dombrowski trafen, Jörg Redmanns flachen Schuss fischte Henrik Pöhls aber aus der Ecke. Sven Ehrhardt, Andreas Reichert, Toni Zimmermann und Renato Skaun netzten ein, bevor Mathias Kube mit seiner ersten Ballberührung seit dem Foulspiel an ihm (20. Mai) den Meistertreffer erzielte. "Das ist ein Traum, mit dieser Mannschaft den Cup zu holen", strahlte derjenige, der soeben Geschichte schrieb.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG