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Viel Platz für Gemeinschaft

Annemarie diehr / 18.06.2017, 06:41 Uhr
Arensdorf/Schönfelde (MOZ) Die Gemeinde Steinhöfel ist um zwei Dorfgemeinschaftshäuser reicher. In Schönfelde ist die zehnmonatige Sanierung des alten Gemeindehauses hinter der Feuerwehr abgeschlossen; in Arensdorf öffnet am Sonnabend das Nebengebäude des Alten Gutshauses seine Türen.

Wer in diesem Jahr noch groß feiern möchte, sollte sich beeilen. Zahlreiche Anfragen gebe es bereits, sagt Arensdorfs Ortsvorsteher Dirk Simon und tritt durch die grau-grüne Tür in der Feldsteinwand. "Die Arensdorfer haben lange auf ihr Dorfgemeinschaftshaus gewartet." Seit 2011 wurde das Nebengebäude des Alten Gutshauses in zwei Bauabschnitten saniert; drei Viertel der Gesamtkosten von 442200 Euro werden gefördert.

Simon führt über roten Linoleumboden vorbei an hellgelb gestrichenen Wänden in einen großen Raum: 50 Personen haben hier Platz - Holztische und Stühle warten schon auf Geburtstagsfeste und Seniorenfeiern. Die erste Etage unterm Dach nimmt noch einmal 50 Personen auf. Dort sollen laut Simon auch Kita- und Heimkinder die Möglichkeit haben sich auszubreiten.

"Die bisherigen Räume im Feuerwehrhaus waren viel zu klein", sagt der 53-jährige Ortsvorsteher. Das neue Gemeindehaus können Privatleute künftig - ebenso wie in Schönfelde - gegen eine Gebühr von 100Euro nutzen. "Besucher können gleich Termine reservieren", sagt Dirk Simon mit Blick auf den Tag der offenen Tür am Sonnabend. "Um 13 Uhr geht es los, dann übergibt die Bürgermeisterin das Gemeindehaus offiziell." Bis 17 Uhr hätten Besucher Gelegenheit, durch die Räume zu ziehen.

In Schönfelde wurde das frisch sanierte Dorfgemeinschaftshaus durch die Kirche bereits genutzt - obwohl die Einweihung erst in zwei Wochen stattfindet. An den Tag, an dem den Schönfeldern ihr neues Domizil offiziell übergeben wird, möchte Stephanie Braun lieber nicht denken. Aufgeregt sei sie, sagt die Ortsvorsteherin. "Außerdem gibt es noch viele Kleinigkeiten zu erledigen." Bilder möchte sie an den hellgrauen Wänden anbringen. "Ich habe darauf geachtet, dass es nicht irgendwelche Bilder sind, sondern dass sie einen Bezug zu Schönfelde haben." Bei der Einweihung des neuen Hauses beim Blumenfest am 1. Juli werden deswegen Fotografien die Wände verschönern, die den Ort durch die Kamera einer Schönfelderin zeigen.

Die zehnmonatige Sanierung des 100 Jahre alten Hauses hat die 28-jährige Ortsvorsteherin begleitet. "Und ich bin so dankbar, dass mir so viele geholfen haben." Stephanie Braun denkt an einen Schönfelder, der zwei Tage lang die Küchenzeile aufgebaut hat, sodass durch die gesparten Kosten noch ein Kühlschrank gekauft werden konnte.

490000 Euro hat die Sanierung laut Bauamtsmitarbeiterin Cindy Miethke gekostet; Stephanie Braun ist besonders stolz auf die Holztreppe, die vom Erdgeschoss mit seinem großen Veranstaltungsraum für 60 Personen unters Dach führt. Eine Sportmatte liegt zusammengerollt auf hellem Laminat, in der Ecke steht eine Musikanlage. "Hier trifft sich die Sportfrauengruppe", sagt die 28-Jährige. Aus dem Dachfenster geht der Blick auf die Wiese hinter dem Haus. Deren Gestaltung wolle sie im nächsten Jahr angehen, ebenso wie die Überdachung der Terrasse neben dem Haus. Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum.

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