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Buntes Fest zum 575-jährigen Bestehen / Höhepunkt: Festumzug am Sonnabend / Erster Grillpokal vergeben

Kummersdorf feiert mit Schwester Ingrid

Elke Lang / 19.06.2017, 06:46 Uhr
Kummersdorf (MOZ) Von Freitag bis Sonntag fand in Kummersdorf die große 575-Jahr-Feier statt. Der ganze Ort war auf den Beinen und beging das Fest mit seinen Gästen aus den umliegenden Orten, der Stadt Storkow sowie den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des polnischen Partnerortes Rudniki.

"Ich bin total beeindruckt. Die Idee ist gut: ein Abend für die Jugend und dann für jede Generation etwas", war Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig begeistert. "Dass alle hier zusammenhalten, ist das, was Kummersdorf ausmacht." Schon allein am Freitag bei der historischen Nachtwanderung durch den Ort mit Mitternachtsschmaus konnten 85 Teilnehmer gezählt werden.

Höhepunkt war der Festumzug am Sonnabend. Schon lange vor Beginn hatten sich die Leute am Straßenrand versammelt, wo die Freiwillige Feuerwehr Bänke aufgestellt hatte. Ortsvorsteher Enrico Graß begrüßte jede Formation und alle Einzelwagen. Immer wieder war von ihm zu hören: "Danke, dass es euch gibt" und "Schön, dass ihr da seid." Nebenbei konnten die Zuschauer auch einiges über die Geschichte von Kummersdorf erfahren, das vor 575 Jahren noch mit C geschrieben wurde und einmal zu Alt Stahnsdorf gehört hatte. Die Freundschaft zu dem Nachbarort ist unverkennbar. Dessen Freiwillige Feuerwehr war ebenso beim Umzug dabei wie die Traditionsfahrzeuge der Wehr aus Wolzig, Prieros und Rudniki. Alle wurden mit Applaus bedacht, sei es die Kummersdorfer Volkssolidarität, "die über einhundert Menschen betreut und hier nicht mehr wegzudenken ist", so der Ortsvorsteher, sei es der Jugendclub, der sein Zwanzigjähriges begeht oder die Kita Buratino, die ab Mittag zum Tag der offenen Tür anlässlich ihres 70. Geburtstages einlud.

Die Sportler von Kummersdorf waren dabei, stolze Besitzer von Trabi, Wolga, Moped, MZ, Jeep oder Quad. Nicht vergessen worden war die Wirtschaft, unter anderen mit dem Wasser- und Schifffahrtsverband des Bundes, "des größten Lehrbetriebs bei uns", würdigte Enrico Graß, und der Tischlerei Grund. "Kannste nicht mal, machste nicht mal", würden der Firmensenior und der Junior oft gefragt, erzählte der Moderator. Und sie würden immer für die Gemeinschaft helfen. Allein, aber strahlend ganz in Weiß kam Schwester Ingrid auf ihrem grünen Moped daher. Ingrid Batke, jetzt 67 Jahre alt, war von 1982 bis 1987 Gemeindeschwester in Kummersdorf, Alt und Neu Stahnsdorf, Rieplos und Philadelphia. Viele kennen und lieben sie noch immer und jubelten ihr zu.

Die Geschichte spielte an allen drei Tagen eine große Rolle. Joachim Fiedler hatte im Feuerwehrgerätehaus elf prall gefüllte Ordner mit Material ab 1670 ausgestellt, das er seit zwanzig Jahren sammelt. Carmen Grüneberg aus Alt Stahnsdorf zum Beispiel stattete Teilnehmer des Umzugs mit historischen Kostümen aus. Originale Uniformen der NVA und der Sowjetarmee hatte der Sammler Grasse aus Wendisch Rietz zur Verfügung gestellt.

Auch der Sonntag bot etwas Besonderes, nämlich "alles Mögliche vom Grill" im Wettbewerb um den ersten Kummersdorfer Grillpokal. Mit dem Pokal ging schließlich das Team Auftragsgriller aus Steinhöfel nach Hause.

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