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"Titel sind für mich mehr wert als früher"

Drei Finger für drei Titel: Der SV Friedrichsthal war bei der Futsal-Endrunde unter dem Hallendach ebenso wenig zu stoppen wie im Kreispokal und in der Kreisliga.
Drei Finger für drei Titel: Der SV Friedrichsthal war bei der Futsal-Endrunde unter dem Hallendach ebenso wenig zu stoppen wie im Kreispokal und in der Kreisliga. © Foto: MZV/Stefan Zwahr
Stefan Zwahr / 19.06.2017, 18:29 Uhr
Friedrichsthal (OGA) Die Ehrung des Triplesiegers war am Sonntag Chefsache. Wilfried Riemer, Vorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim, ließ es sich nicht nehmen, die Fußballerinnen des SV Friedrichsthal für den Gewinn der Kreismeisterschaft zu ehren. "Ihr habt die Liga dominiert. Feiert ein bisschen. Dass ihr das könnt, habt ihr bewiesen."

Wenngleich die Schützlinge von Trainer Thomas Wjasmin seit Wochen als Kreisliga-Champion feststehen, tanzten sie auch nach dem abschließenden 5:0 gegen Forst Borgsdorf II ausgelassen über den Rasen. "Die Nummer 1 im Kreis sind wir" hatten die Rot-Weißen zuvor schon nach der Futsal-Endrunde und dem Pokalfinale gesungen.

"Wir freuen uns über jeden Titel", versichert Nicole Müller. Auch die 39-Jährige weiß, dass ihre Mannschaft, die im vergangenen Jahr mit vielen namhaften Kickerinnen neu zusammengestellt worden war, bei der Konkurrenz als der große Favorit für alle Wettbewerbe galt. "Das Triple zu holen, ist dennoch nicht so einfach. Du musst die Sache erst einmal konzentriert durchbringen", so Müller. "Wir müssen uns bei unserem Trainer bedanken, dass er uns immer so einstellt." Das sei wichtig, da man als Spielerin durchaus mal im Hinterkopf habe, es würde schon werden. "Er findet immer die richtigen Worte und betont vor jedem Spiel, dass wir 100Prozent geben müssen."

Das Ergebnis lässt sich sehen: In 18 Ligaspielen gab es bei zwei Remis nur eine Niederlage - und das mit einer einmaligen Formation. Vor einer Woche hatte das Los über die Mannschaftsaufstellung im Duell mit Lok Eberswalde (2:6) entschieden.

Entschieden hat Nicole Müller schon längst, dass sie dem Team treu bleiben wird. Wie auch ihre Mitspielerinnen sei sie nach den jüngsten Erfolgen nicht satt. "Wir sind alle heiß darauf, weitere Titel zu holen. Unsere Motivation ist, zu zeigen, dass es keine Eintagsfliege war. Sollten wir es nicht schaffen, auch in der kommenden Saison alle Titel zu gewinnen, geht die Welt aber auch nicht unter."

Vergrößern würde die Oranienburgerin ihre umfangreiche Titelsammlung aber dennoch gern. Meisterschaften und Pokalsiege hätten für sie einen höheren Stellenwert als noch vor einigen Jahren. "Früher habe ich über Erfolge gar nicht nachgedacht. Nun sind sie für mich mehr wert, weil ich in meinem Alter viel mehr investieren muss." Mit dem Auge könne sie zwar oft ausgleichen, was Jüngere mit Schnelligkeit wettmachen. "Aber irgendwann laufen dir die Youngster den Rang ab. Ich hoffe, der Trainer sagt mir Bescheid, damit ich den Absprung zum richtigen Zeitpunkt nicht verpasse."

Dass Trainer Thomas Wjasmin ihr Lebensgefährte ist, ist für Nicole Müller eine zusätzliche Herausforderung. "Das musst du strikt trennen, sonst läuft es nicht. Für ihn ist das sicher genauso schwer."

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