Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zooleiter Peter Wilberg gibt Empfang anlässlich seines runden Geburtstages / Feuerwehren spenden für Behindertendorf

"Eigentlich wollte ich mit 80 aufhören"

Musikalischer Glückwunsch: Die Kita Altreetz gratuliert Peter Wilberg (r.) auf ihre Weise.
Musikalischer Glückwunsch: Die Kita Altreetz gratuliert Peter Wilberg (r.) auf ihre Weise. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 19.06.2017, 19:32 Uhr
Altreetz (MOZ) Mitarbeiter des Oderbruchzoos, Freunde und Wegbegleiter haben am Montagvormittag zu einem Empfang anlässlich des 80. Geburtstages von Peter Wilberg in die Zoobaude eingeladen. Kinder der Kita Altreetz unter der Leitung von Ramona Fallnich ließen den Zoochef mit einem bunten Strauß Liedern hochleben. Wilberg legte Wert darauf, seinen Geburtstag am Sonntag nur mit der Familie-zu feiern.

Karsten Birkholz, Amtsdirektor des Amtes Barnim-Oderbruch, reihte sich am Montag ebenso in die Gratulationscour ein wie Ulrich Leupelt, Ortsvorsteher von Altreetz, Horst Wilke, Bürgermeister von Neulewin, der mit einem polnischen Lied überraschte, sowie Renate und Winfried Rosenfeld aus Frankenfelde. Sie sind im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Märkisch-Oderland und überreichten dem Jubilar eine Spende der Alters- und Ehrenabteilungen der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises. Es gehört zu dem Geld, mit dem Peter Wilberg neue Betten für das Behindertendorf kauft. Problem sei, dass die Europäische Union nur die Hülle bezahlt. Für die Einrichtung sei der Zoo selbst verantwortlich, erklärte der Zooleiter. Zunächst habe er alte Doppelstockbetten auseinander genommen und einzeln aufgestellt. Doch diese seien nicht mehr zeitgemäß, weshalb man sich für neue Betten entschied.

"Ich wollte eigentlich mit 80 aufhören", verriet der Altreetzer. "Aber die beiden Leute, die ich vorbereitet habe, meine Aufgabe zu übernehmen, lehnen dies ab", sagte Peter Wilberg und fügte hinzu: "Eigentlich kann ich sie verstehen." Denn das Geld zur Finanzierung des Oderbruch-Zoos werde immer knapper. Mit dem Amt Barnim-Oderbruch habe er jedoch einen guten Partner an der Seite, der ihm helfe die Lücken zu schließen, die andere öffentliche Geldgeber gerissen haben.

Der Landtagsabgeordnete Marco Büchel (Linke) aus Bad Freienwalde, der der Einladung in den Zoo gefolgt war, sei stets für die Probleme der Einrichtung offen und trage sie ins Land, lobte Peter Wilberg. Dadurch erinnere man sich in Potsdam daran, dass es den Zoo noch gibt. Vor 20 Jahren, als das Hochwasser das Oderbruch bedrohte, evakuierte Wilberg die Tiere zu befreundeten Einrichtungen, darunter der Zoo in Eberswalde und wurde dadurch bekannt.

Trotz aller Schwierigkeiten, zeigte sich Wilberg am Montag zuversichtlich. Der Oderbruchzoo plane den Bau eines neuen Kamelhauses und habe dafür bereits einen Architekten beauftragt, kündigte er an. Weil Kamele Holz zerbeißen, komme ein Holzhaus nicht mehr in Frage. Daher werde es aus bunten Steinen gebaut, die bereits bestellt seien. Zudem will er den Spielplatz um einen überdachten Rundbau aus Holz erweitern, da immer mehr Schulklassen als Ausflugsziel den Oderbruchzoo wählen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG