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Wohnungen statt Kaserne: Erste Quartiere in Lehnitz sind fertig.

Schick und schlicht: Vom maroden Kasernenbau in Lehnitz ist wenig übrig. Helle Farben und Balkone dominieren jetzt.
Schick und schlicht: Vom maroden Kasernenbau in Lehnitz ist wenig übrig. Helle Farben und Balkone dominieren jetzt. © Foto: Burkhard Keeve/OGA
Burkhard Keeve / 20.06.2017, 16:03 Uhr
Lehnitz (bu) Das kasernengrau ist weg. Es ist einem kanarienvogelgelb gewichen. Die Balkone an der ehemaligen Lehnitzer Soldatenunterkunft springen dem Betrachter als Erstes ins Auge. Die gab es vorher nicht, wie so einiges.

Im Block 19 auf dem alten Militärgelände hat der Landkreis 35 moderne Wohnungen entstehen lassen. Ein Drittel ist Menschen mit wenig Geld vorbehalten. Die restlichen zwei Drittel gehen ab sofort auf dem freien Wohnungsmarkt in die Vermietung. Block 13, der im rechten Winkel an Block 19 anschließt, wird gerade umgebaut. Hier entstehen ebenfalls 35 Ein- bis Dreiraum-Wohnungen. Einzugstermin ist Dezember. Für beide Blöcke hat die Oberhavel Holding, eine 100-prozentige Tochter des Landkreises, rund neun Millionen Euro ausgegeben, bestätigt Holding-Chef Klaus-Peter Fischer auf Nachfrage. Wie hoch die Miete sein wird, könne er noch nicht sagen. "Das werden wir erst im Ergebnis der Vermarktung wissen", sagt Fischer. Fischer ist vorsichtig. Vielleicht liegt es am Bärenklauer Anbau, den die Holding gebaut hat und ebenfalls auf dem freien Wohnungsmarkt anbietet. Hier läuft die Vermietung nur schleppend, weil, so wird gemunkelt, die Miete zu hoch angesetzt war.

Aus den Lehnitzer Soldatenstuben in Block 19 sind innerhalb von acht Monaten reiner Bauzeit vorzeigbare Wohnungen geworden. Freundlich, sachlich, hell mit weißer Rauhfaser an den Wänden und PVC in Holzoptik auf dem Boden. Die Bäder haben Duschen oder eine Badewanne. "Schön geworden", kommentiert am Dienstag die Kreistagsabgeordnete Annemarie Reichenberger (SPD). Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Noack nickt zufrieden, als er durch die Räume geht. "Man darf aber nicht vergessen, dass gegenüber die beiden Asylunterkünfte sind und bleiben", wirft Noack zu Beginn des Rundgangs ein.

Was auf jeden Fall zu erkennen ist, welches Potenzial das gesamte Areal mit seinen neun Wohnblöcken samt Turnhalle hat. Bald gehen die beiden Notunterkünfte (Block 17 und 18) vom Netz. In Block 15 erhält die Torhorstschule Asyl. Für zwei Jahre oder länger oder immer.

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