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Tramper Strom von der Sonne

Olav Schröder / 21.06.2017, 06:35 Uhr
Breydin (MOZ) Mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage in Trampe ist die Breydiner Gemeindevertretung grundsätzlich einverstanden. Die Gemeindevertreter billigten den Vorentwurf, der nun öffentlich ausgelegt wird. Auch Bürger können noch Einwende und Anregungen vorbringen.

Die Solarmodule zur Stromerzeugung sollen auf einer Fläche von rund 1,8 Hektar auf dem Grundstück der ehemaligen Stallanlagen am Kruger Damm in Trampe aufgestellt werden. Die dort einst betriebene Schweinemastanlage ist bis auf die Fundamente bereits abgerissen worden. Die Fläche liegt am Ortsrand und ist von einem Gewerbegebiet, Grundstücken mit Einzelhausbebauung und landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben.

Die Solarmodule sollen in mehreren Reihen aufgestellt werden und dürfen maximal 2,50 Meter hoch sein. Die gesamte Anlage ist einzuzäunen. Beeinträchtigungen von Vögeln durch Widerspiegelungen oder Reflexionen seien laut Leitfaden zur Berücksichtigung von Umweltbelangen nicht zu erwarten.

Da die Fläche für die Photovoltaikanlage bisher nicht als Sondergebiet für die Stromerzeugung vorgesehen ist, muss zugleich eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans erfolgen. Die Kosten für die Planung und die Realisierung werden ausschließlich von dem privaten Investor getragen. Hierfür wurde ein Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Bauherrn. Auch die Beseitigung von Altablagerungen wie Autoreifen, Bauschutthaufen oder Gehölzschnitt übernimmt der Vorhabenträger. Noch vorhandene Kanalschächte und Ähnliches sind auf zufüllen. Auswirkungen der Anlage auf die Natur und Landschaft werden wie bei Bebauungsplanverfahren üblich durch eine Umweltprüfung ermittelt und bewertet. Umweltbeeinträchtigungen sind durch festgelegte Maßnahmen auszugleichen.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von zwei Monaten. Während dieser Zeit wird es Baustellenverkehr geben. Der Betrieb der Anlage wird vollautomatisch erfolgen. Lediglich für Wartungsarbeiten und Reparaturen wird die Anlage angefahren. In diesem Fall soll es sich jedoch lediglich um Kleintransporter oder Personenwagen handeln.

Das gesamte Projekt hatte der Bauträger, ein privater Investor, bereits in der vorigen Sitzung der Gemeindevertretung vorgestellt. Er habe sich bei der Ausarbeitung des Bebauungsplanentwurfs an die Vorstellungen der Gemeinde gehalten, fasste Bürgermeister Peter Schmidt den Stand der Planung zusammen. Dies sehen offensichtlich auch die Gemeindevertreter so. Sie beschlossen einstimmig die Auslegung der Planung.

Die mehrwöchige öffentliche Auslegung der Unterlagen wird noch bekannt gegeben.

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