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Erste Schönheitskur für Bürgerhaus "Zur alten Schule" beendet / Nagelneuer Transporter in Dienst gestellt

Braunsdorf mausert sich

Stolz auf Neues: Braunsdorfs Ortsvorsteher Ralf Wobring im gerade in den Dienst gestellten Renault Master.
Stolz auf Neues: Braunsdorfs Ortsvorsteher Ralf Wobring im gerade in den Dienst gestellten Renault Master. © Foto: MOZ/Anke Beißer
Anke Beißer / 23.06.2017, 07:10 Uhr
Braunsdorf (MOZ) Die Halbjahresbilanz von Braunsdorf fällt laut Ortsvorsteher Ralf Wobring sehr erfreulich aus. Die Alte Schule kann sich frisch renoviert als Bürgerhaus sehen lassen, der Gemeindearbeiter kann ein neues Auto nutzen und die Dorfaue ist hübsch bepflanzt.

Ralf Wobring, Ortsvorsteher von Braunsdorf, macht kein Hehl daraus. Er ist stolz darauf, was in seinem kleinen Dorf mit gerade mal rund 240 Einwohnern in den zurückliegenden Wochen geschaffen wurde. Zuallererst lädt er zu einem Blick ins Bürgerhaus "Zur alten Schule" ein. Es hat seine Heimstatt im einstigen Haupthaus der Jugendherberge, die zum Jahreswechsel 2015/16 geschlossen wurde. Während das ehemalige Bettenhaus zu Wohnzwecken umgebaut und im Oktober 2016 von vier Mietparteien bezogen wurde, dient das zweigeschossige Gebäude mit dem teilbaren Saal und der voll ausgestatten Küche nun kommunalen Zwecken und als Feierort für private Feste. Gerade hat der Gemeinderat dafür eine Benutzungs- und Entgeltordnung verabschiedet. Wie Wobring erzählt, sei die Nachfrage in Sachen Nutzung sehr ordentlich. "Von 52 Wochenenden sind an die 30 schon fest gebucht." Er freut sich, dass das Gebäude, für dessen Fassade er sich noch einen Schriftzug "Zur alten Schule" wünscht, endlich belebt ist. Als Jugendherberge hatte es eher schwierige Zeiten erlebt, der Gemeinde über viele Jahre auf der Tasche gelegen. Es gebe noch eine Reihe von Braunsdorfern, die der Jugendherberge nachtrauern. Sie sei aber nicht mehr zu halten gewesen. Jetzt also brechen bessere Zeiten an.

Die untere Etage wurde, mit Ausnahme der Küche und des Sanitärtraktes, von einem Beeskower Malerbetrieb hell und freundlich renoviert. Bauliche Veränderungen gibt es nicht. Auch das Mobiliar ist alt, aber noch bestens erhalten. Eine Verschönerungskur hat es auch für die drei Zimmer mit insgesamt 12 Schlafgelegenheiten gegeben.

In dem ansprechenden Ambiente treffen sich einmal im Monat die Senioren zu ihrer Geburtstags-Kaffeerunde. Und sie haben mittlerweile eine Sportgruppe gebildet. Dafür bekommen sie noch einen Raum, um ihre Sportgeräte aufzubahren.

Zudem hält der Ortsvorsteher inzwischen seine Sprechstunde hier ab. Dafür ist das bisherige Gemeindebüro quasi außer Dienst gestellt. "Das soll perspektivisch eine Wohnung werden. Interessenten gibt es bereits", sagt Wobring. Allerdings werde der Umbau noch etwas auf sich warten lassen, weil die Feuerwehr den vorhandenen Sanitärtrakt mit nutzt. "Im Herbst werden an den Versammlungsraum der Feuerwache zwei Toiletten und ein Waschplatz angebaut." Danach sei das Gemeindebüro für die Umnutzung frei.

Damit sind die Neuigkeiten aus dem Dorf aber längst nicht erschöpft. Hinter dem Bürgerhaus ist ein Renault Master geparkt. An einem Reifen klebt noch ein Stück Banderole - das nagelneue Fahrzeug ist erst seit kurzem im Einsatz. Es ersetzt den Multicar, der aussieht, als wenn seine Karosserie gleich auseinander fällt. "Die Reparatur wäre zu aufwändig gewesen."

Dass all diese Veränderungen möglich sind, schreibt Wobring auch der Tatsache zu, dass Vieles im Dorf unterstützt durch die Bewohner angepackt wird. So wurden die Dorfaue und der Vorgarten des Bürgerhauses frisch bepflanzt. "Ohne die Helfer, hätten wir das nicht alles geschafft."

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