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Badegäste stehen vor verschlossenem Tor / Helenesee-Betreiber führen wirtschaftliche Gründe an

Ärger am FKK-Strand West

Weststrand zu: Diese Tafel am Helenesee informiert darüber, ob das Tor am FKK-Strand geschlossen oder offen ist.
Weststrand zu: Diese Tafel am Helenesee informiert darüber, ob das Tor am FKK-Strand geschlossen oder offen ist. © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Frank Groneberg / 25.06.2017, 20:47 Uhr - Aktualisiert 25.06.2017, 21:29
Lossow (MOZ) Potenzielle Badegäste, die es lieben, sich ohne Kleidung zu sonnen, haben in den vergangenen Wochen am FKK-Strand West des Helenesees mehrfach vor verschlossenem Tor gestanden. Und das, obwohl das Wetter durchaus sommerlich war. Mehrere MOZ-Leser wandten sich deshalb an die Stadtbotenredaktion, so wie Barbara Micksch aus Eisenhüttenstadt, die sich gleich an mehreren Tagen darüber ärgerte, dass der Zugang wochentags geschlossen und nur am Wochenende offen war. Eine Frankfurterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erzählte am Redaktionstelefon: "Wir waren nicht nur zwei oder drei, wir waren eine große Gruppe von Leuten, die dort baden wollten. In Ostbrandenburg ist der Helenesee der einzige Badesee, der einen FKK-Strand hat." Der alternative Weg vom Haupteingang bis zu dem FKK-Strand, ein Fußweg, sei 1,5 Kilometer lang und älteren Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern nicht zumutbar. Uwe Grack, Betriebsleiter am Helenesee, erklärte auf Nachfrage: "Die Regelung ist in diesem Jahr genauso wie in den Vorjahren. In der Nebensaison öffnen wir den FKK-Strand West nur am Wochenende - es sei denn, das Wetter ist wirklich hochsommerlich und es ist heiß." Diese Regelung sei aus betriebswirtschaftlichen Gründen getroffen worden, sagte er. "Wir bitten unsere Gäste um Verständnis. Wenn wir dort öffnen, dann muss dort auch jemand Eintritt kassieren und derjenige muss bezahlt werden." Alternativ könnten FKK-Freunde auch den FKK-Strand Ost nutzen oder vom Haupteingang zum FKK-Strand West laufen oder mit dem Rad fahren.

Seit dem 19. Juni und bis Ende August ist der FKK-Strand West täglich geöffnet - montags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr, freitags bis sonntags von 9 bis 19 Uhr. "Bei Regenwetter bleibt das Tore aber verschlossen", sagt Uwe Grack. Andererseits könne in den Sommerferien auch länger geöffnet werden, sollte der Strand sehr gut besucht sein. "Wir reagieren da flexibel."

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Karl Napp 26.06.2017 - 22:40:48

@ Roland Totzauer - Ganz schlechter Vorschlag.

Hoffentlich wird dort nicht in Kürze das Baden verboten. Natürlich nicht "aus betriebswirtschaftlichen Gründen ( ... Wenn wir dort öffnen, dann muss dort auch jemand Eintritt kassieren"), sondern weil die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleistet werden kann.

Roland Totzauer 26.06.2017 - 09:52:46

Mit dem Rad zum Strand

Gut zum FKK-Baden geeignet ist sowohl der freie Nordstrand des Katjasees als auch der freie Südstrand. Beide Strände sind mit dem Fahrrad gut erreichbar. Der Eintritt kostet NULL. Ebenfalls gut mit dem Rad erreichbar ist der freie Südstrand des Helenesees - ebenfalls kostenlos nutzbar. Die vielen kleinen Buchten werden regelmäßig von FKK-Badern genutzt - ohne lächerliche Diskussionen über Absperrtore und Betriebskosten. Potenzielle FKK-Bader sollten mehr Selbstbewußtsein zeigen und die vielen Möglichkeiten der freien Natur außerhalb von umzäunten Bezahlstränden nutzen! Eigeninitiative lohnt sich. Stadtmenschen führen manchmal komplizierte Diskussionen in engen Horizonten - wie in diesem Artikel.

Achim Hübner 26.06.2017 - 01:23:31

Verschlossene Tore

Sehr geehrter Herr Grack. Nein ich habe für die verschlossenen Tore kein Verständnis. Bei dem heutigen Stand der Technik ist es durchaus möglich, einen Einlass über computergesteuerte Tore einzurichten. Diese Drehkreuze sind bereits in sehr vielen öffentlichen Einrichtungen vorhanden. Wenn also aus betrieblichen Gründen nicht alle Eingänge besetzt werden können, übernehmen die Einlass-Drehkreuze diese Funktion! Der Zugang vom Bahnhof Frankfurt (Oder)-Helene-See ist nämlich wegen dieser heute nicht nachvollziehbaren Begründung seit Jahren verschlossen! Die Anschaffungskosten können so unerschwinglich nicht sein, oder haben alle anderen Einrichtungen dieser Republik Geld im Überfluss?!

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