Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bündnisgrüne Märkisch-Oderland feierten beim Direktkandidaten für die Bundestagswahl auf dem Waldpferdehof Dahmsdorf ihr Sommerfest

Jan Sommer will Agrargifte von den Äckern verbannen

Sommerfest der Bündnisgrünen: Gastgeber des Abends waren Carmen Becker, Jan Sommer, Michael Jungclaus, Gerhard Kalinka und Clemens Rostock (v. l.)
Sommerfest der Bündnisgrünen: Gastgeber des Abends waren Carmen Becker, Jan Sommer, Michael Jungclaus, Gerhard Kalinka und Clemens Rostock (v. l.) © Foto: MOZ/Margrit Meier
Margrit Meier / 25.06.2017, 20:53 Uhr
Dahmsdorf (MOZ) Die Bündnisgrünen von Märkisch-Oderland haben Freitagabend ihr Sommerfest gefeiert. Gastgeber war der Diplom-Agraringenieur Jan Sommer, der auf seinen Waldpferdehof in Dahmsdorf eingeladen hatte. Der Mittvierziger ist Direktkandidat für die Bundestagswahl.

Zu den Gästen gehörten interessierte Bürger, Imker, Vertreter von Bürgerinitiativen, Münchebergs Bürgermeisterin Uta Barkusky, Kreis- und Landtagsabgeordnete, Landesvorsitzender Clemens Rostock und Gerhard Kalinka, ebenfalls Bundestagskandidat. Nachdem Rostock in einer Ansprache auf den grünen Parteitag wenige Tage zuvor eingegangen war - zentrale Forderungen sind keine neuen Tagebaue, mehr Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Einführung einer Garantierente sowie mehr Mitsprache der Kommunen bei der Genehmigung von Großställen -, trat Jan Sommer ans Mikrofon. Der Biobauer will erreichen, dass innerhalb von fünf Jahren in der Landwirtschaft komplett auf den Einsatz von Agrargiften verzichtet wird. Auf diesem Weg, hin zu mechanischer Bodenbearbeitung, müssten Landwirte begleitet werden. Klar sei ihm, dass es ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem anbauenden Landwirt und dem das Erzeugnis abnehmenden Unternehmen gebe, das zum Beispiel unkrautfreie Ware fordert. Auch dafür soll es Hilfen geben. Stark machen will er sich für eine Regulierung bei den Bodenpreisen. Mit Sorge beobachte er, dass Boden als Spekulationsobjekt gekauft werde, was den Bauern nicht zu packende Bodenpreise und -pachten beschere. Mitnehmen will Sommer die Menschen vor Ort. Das beginne bei Produkten, die regional hergestellt werden - Sommer und seine Frau Carmen Becker hatten ein Büfett mit Speisen aus der näheren Umgebung vorbereitet -, und reiche bis hin zur Nutzung regenerativer Energien. Er wolle mithelfen, dass die Wertschöpfung etwa von Windkraftanlagen in den Dörfern ankomme.

Letzteres Thema wurde aus verschiedenen Sichten von Bürgerinitiativen diskutiert. Vertreter aus Obersdorf wehren sich gegen zu nahe Windkrafträder, während die Rehfelder Genossenschaft Eigenenergie versuchte, auf positive Aspekte zu verweisen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG