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Nasser Kampf um den Spaßpokal

Auf die Plätze.... Start zur klassischen Disziplin "Löschangriff nass" beim Stadtpokal der Wriezener Feuerwehren am Rand des Festgeländes in Lüdersdorf. In Aktion sind gerade die Wriezener Feuerwehrleute.
Auf die Plätze.... Start zur klassischen Disziplin "Löschangriff nass" beim Stadtpokal der Wriezener Feuerwehren am Rand des Festgeländes in Lüdersdorf. In Aktion sind gerade die Wriezener Feuerwehrleute. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 26.06.2017, 06:40 Uhr - Aktualisiert 04.07.2017, 11:40
Lüdersdorf (MOZ) Anlässlich der Jubiläumsfeier zum 90. Geburtstag der Lüdersdorfer Feuerwehr haben am Sonnabend die Wriezener Feuerwehren den Spaßpokal in der Disziplin "Löschangriff nass" ausgetragen. Den Pokal nahm die Feuerwehr Altwriezen/Beauregard mit nach Hause.

Mit einer dreiteiligen Steckleiter hat die Wriezener Stadtwehrführung und damit die Stadt Wriezen als Träger des Brandschutzes am Sonnabend die Jubilarin beschenkt. 4,70 hoch sei die Rettungsleiter und biete eine Arbeitshöhe von 3,70 Meter, sagte Sebastian Seliger, der als stellvertretender Stadtbrandmeister seine erste offizielle Rede hielt. Seit dem 29. Mai übt der Ortswehrführer von Frankenfelde zusätzlich dieses Ehrenamt aus. Er selber überreichte dem Lüdersdorfer Ortswehrführer Thomas Gieseler eine Geldspende und eine Spardose in Form eines Feuerwehrautos. Auch die anderen Wehren gratulierten mit Geldspenden oder vollen Bierkästen. Jutta Werbelow (SPD), Bewerberin ums Bügermeisteramt, spendierte ein Fass Bier. Mitbewerber Karsten Ilm schaute auch vorbei.

Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) kündigte an, die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Lüdersdorfer Feuerwehr einzuladen, so dass sich für sie der nächste Ausflug kostenfrei gestaltet. Gleichzeitig eröffnete er den Stadtpokal, den die Feuerwehren seit 15 Jahren ausrichten. Dabei messen sich alle Feuerwehren der Stadt und ihrer Ortsteile im Feuerwehrsport. Uwe Siebert wünschte den teilnehmenden Wehren sowie den Zuschauern einen spannenden und unfallfreien Wettkampf.

Die Freiwillige Feuerwehr Altwriezen/Beauregard startete als erste in Wettkampf und legte eine Zeit vor, die keine der folgenden Mannschaften mehr erreichen sollte. Die Gastgeber aus Lüdersdorf wollten daheim punkten. Doch ein Missgeschick machte die Hoffnungen zunichte. Beim Kuppeln der Schläuche kam das Wasser zu schnell und sprudelte heraus, so dass die Verbindung mit den drei Schläuchen, die zu den Spritzen führten nur mit Verzögerung zustande kam. Daher landeten die Lüdersdorfer auf dem achten Platz.

"Wir haben hier beengte Verhältnisse", sagte Ortswehrführer Thomas Gieseler im Anschluss. Bei normalen Wettkämpfen seien die Schläuche 60 Meter lang, am Dorfteich war jedoch die Entfernung von der Pumpe bis zur Spritze 40 Meter. Thomas Gieseler nahm es dennoch gelassen. Schließlich steht beim Sport der Spaß und der Zusammenhalt der Feuerwehrleute im Vordergrund.

Vielmehr zeigte er sich erleichtert, dass die Organisation klappte und der Tag gut angelaufen war. Viele helfende Hände waren an dem Jubiläum und Heimatfest beteiligt, wofür er sich bedankte. Die Lüdersdorfer Kita "Pusteblume" unter der Leitung von Kathrin Müller versorgte die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Mütter von Kitakindern hatten zehn Kuchen gebacken, darunter eine werdende Mutter, die im September ihr Kind zur Welt und in weinigen Jahren auch in die Kita bringt. Am Nachmittag baute die Kita Stände zum Basteln und Schminken auf. Den Pariser - die Tanzfläche - hatte die Biesdorfer Feuerwehr aufgebaut.

Vergangenen Dezember begann Thomas Gieseler, seit 2014 Wehrführer Lüdersdorf, mit den Fest-Vorbereitungen. "Ohne Hilfe der Familie und der Kameraden wäre dies nicht machbar gewesen", sagte er dankbar. Denn müsse in Freizeit erledigt werden. Der Lüdersdorfer arbeitet als Tiefbauer bei einer Elektrofirma in Sommerfelde.

Ergebnisse


■ 1 Platz: Altwriezen/Beauregard, 0.353 Sekunden
■ 2 Platz: eine gemischte Mannschaft aus allen sieben Wehren, 0.354 Sekunden
■ 3 Platz: Eichwerder, 0.39 Sekunden
■ 4 Platz: Frankenfelde, Zeit 0.402 Sekunden
■ 5 Platz: Biesdorf, 0.405 Sekunden
■ 6 Platz: Schulzendorf, 0.44 Sekunden
■ 7 Platz: Wriezen, 0.47 Sekunden
■ 8 Platz: Lüdersdorf, 0.57 SekundenNicht teilgenommen: Haselberg und Rathsdorf

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