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Leichathletik: Der steile Aufstieg des Tim Bertram

Träumt von Olympia: Tim Bertram
Träumt von Olympia: Tim Bertram © Foto: privat
Stefan Zwahr / 27.06.2017, 08:42 Uhr
Löwenberg (MOZ) Ein 16-jähriger Leichtathlet aus Löwenberg eilt auf der 800-Meter-Distanz derzeit von Sieg zu Sieg und verbessert nahezu wöchentlich seine persönliche Bestzeit. Ist es das beste Jahr des Tim Bertram? "Momentan ja. Es läuft gerade ganz gut."

Das sieht auch sein Mentor so. "Tim hat im wahrsten Sinne des Wortes einen Lauf", freut sich Axel Klicks, Vorsitzender des Löwenberger SV. Dort wurde Bertram geformt, schaffte dann den Sprung an die Sportschule Potsdam.

Das ist vier Jahre her. "Kontakte zu den Sportlern beim LSV habe ich nicht mehr so viel", räumt der Jugendliche ein, der aber für den Löwenberger SV startet - und intensiven Kontakt zu Axel Klicks hält. "Er nimmt für mich auch heute noch eine große Rolle ein. Wir sprechen viel miteinander."

Die Tipps und Ratschläge vom Heimtrainer scheinen zu fruchten. Klicks ist von den jüngsten Auftritten seines Mittelstrecken-Spezialisten angetan. "Er hat im Laufe der letzten Wochen fast am Fließband persönliche Rekordzeiten abgeliefert." Mit dem Erreichen der 800-Meter-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Ulm (1:59,00 min) habe Bertram sich bereits ein Saisonziel erfüllt. Für seine außerordentlichen Leistungen im Training und den Wettkämpfen sei er nun für die "Internationale DLV-Gala" nominiert worden. Diese wurde am Wochenende im bayrischen Schweinfurt ausgetragen. Im international besetzten Feld glänzte Bertram als Zweiter seines Laufes (Siebter der Gesamtwertung) und verbesserte seine Bestzeit auf 1:57,94 Minuten.

"Seit Jahresbeginn habe ich mich um knapp drei Sekunden verbessert", berichtet der amtierende Landesmeister, der einen Altersklassenwechsel hinter sich hat. "Ich bin mit Vorfreude in die U 18 gegangen, weil ich mich mit Älteren messen kann. Sie sind schneller und können mich mitziehen. Den Hauptgrund für meine gute Form sehe ich darin, dass ich im vergangenen Jahr lange krank war." Nach der langen Zwangspause sei die Motivation riesig gewesen. "Ich habe hart trainiert."

Auch in den anstehenden Ferien ist an eine Pause nicht zu denken. "In dieser Zeit wird es ein fünfwöchiges Trainingslager in Potsdam geben", berichtet der Zehntklässler. "Für die Athleten, die bei der Deutschen mitmachen wollen, ist das schon Pflicht." Der Löwenberger erhofft sich durch das gezielte Programm einen weiteren Schub. "Ich habe zuletzt gemerkt, dass ich relativ hart war. Durch das Training sind dann vielleicht noch einmal ein oder zwei Sekündchen drin."

Die 800 Meter sind die kürzeste Distanz, die Bertram läuft. Auch auf den Strecken über 1500 und 3000 Metern fühlt er sich wohl. "Was anderes als laufen, mache ich nicht." Obwohl: "Es kann sein, dass ich bei den Löwenspielen im September mal wieder etwas anderes probiere." Das Event sei für ihn der letzte Wettkampf der Freiluftsaison.

Was danach passiert, werde sich zeigen. "Ich plane eigentlich von Saison zu Saison. Das größte Ziel ist für mich aber weiterhin die Olympia-Teilnahme."

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