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1001 Nacht, Nippes, Can Can und barockes Musizieren

Die Tänzerinnen der Falkenseer Tanzschule Regenbogen begeisterte mit ihrem schwungvollen Show-Programm.
Die Tänzerinnen der Falkenseer Tanzschule Regenbogen begeisterte mit ihrem schwungvollen Show-Programm. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 28.06.2017, 19:43 Uhr
Falkenrehde (MOZ) "Mir hat es gefallen, ich bin nicht zum ersten Mal hier", bilanzierte Gerda Kliem aus Groß Behnitz ihre Mitwirkung auf dem Trödelmarkt inDer fand am vergangenen Wochenende nun schon zum achten Mal, und zwar noch vor dem Dorffest, vor dem Dorfgemeinschaftshaus statt. Ein gleiches positives Urteil fällte Frank Senktivany aus Nauen.

Um die 100 Jahre alt schätzte der Hobbytrödler sein außerordentlich großes Sortiment an altem Werkzeug, das offensichtlich noch immer gebraucht wird. Nur die drei Schlitten, sie stammen aus der neueren Zeit, musste er wieder einpacken. "Die waren auch schon mal knapp", spaßte er. Wenige Meter weiter, auf dem Hof des Gemeinschaftshauses, hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ihre erste Verschnaufpause.

Alljährlich sorgen sie dafür, dass die Falkenrehder am Tag ihres Dorffestes nicht am Kochtopf stehen müssen. Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und, natürlich, Nudeln mit Tomatensauce sind immer gefragt.

Ortsvorsteherin Gisela Drehmel freute sich, dass am frühen Nachmittag das Kuchenbüfett schon ziemlich abgeräumt war. Wie in all den 17 Jahren zuvor, hatten die Frauen des Dorfes so an die 20 Kuchen gebacken. Der Erlös wurde immer für einen guten Zweck im Ort gespendet. Diesmal soll das Geld zusammen mit den Einnahmen aus der Tombola im Haus bleiben, meinte die Ortsvorsteherin. Geschirrspüler und Kühlschrank müssten ersetzt werden.

In Erwartung des bunten Showprogramms der Tanzschule Regenbogen aus Falkensee mit den Tanzmäusen, Solo-Tango, Can Can und vielen anderen stimmungsvollen Tänzen reichten die Sitzplätze im großen Saal nicht annähernd. Indessen tobten die Jüngsten auf dem Hof auf der Hüpfburg, beim Tore schießen, Kegeln, ließen sich Schminken oder versuchten sich als Feuerwehrnachwuchs am kleinen Brandhäuschen der örtlichen Feuerwehr. Gleich nebenan konnte ein kunsthistorisches Kleinod besichtigt werden: Die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Saalkirche, die 1910 umgebaut und mit ihrer aufwändigen Ausschmückung von Fontane während seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg ausführlich beschieben wurde.

Neben den vielen anderen sehenswerten Ausstattungsstücken findet immer wieder die freihängende Taufe aus der Mitte des 18. Jahrhunderts viel Beachtung. Die Taufschale steht auf einer runden Holzplatte, die an zwei vergoldeten Eisenbügeln, die als Blattranken, Rocaille und Putten geschmiedet sind, hängt. Insgesamt eine würdevolle Kulisse für das barocke Musizieren an diesem Nachmittag. Das Ketziner Blasorchester mit seinen beschwingten Melodien, Knut mit seiner Disco und Überraschungen aus 1001 Nacht sorgten bis Mitternacht dafür, dass auch das 18. Dorffest für die Falkenrehder wieder zu einem Erlebnis wurde.

"Ohne die vielen fleißigen Helfer wäre das nicht zu schaffen gewesen", meinte die Ortsvorsteherin zwar etwas erschöpft aber sichtlich zufrieden am Ende der Veranstaltung.

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