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Sturmbootrennen mit extrem niedriger Beteiligung und Regen, aber großem sportlichem Kampfgeist

Wasser diesmal von allen Seiten

Eine starke Truppe: Die Karnevalisten vom HSCC machten beim diesjährigen Sturmbootrennen auf dem Harnekoper Schlosssee ungeachtet des schlechten Wetters am meisten Stimmung - und konnten sich am Ende auch noch über einen Doppelsieg freuen.
Eine starke Truppe: Die Karnevalisten vom HSCC machten beim diesjährigen Sturmbootrennen auf dem Harnekoper Schlosssee ungeachtet des schlechten Wetters am meisten Stimmung - und konnten sich am Ende auch noch über einen Doppelsieg freuen. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 02.07.2017, 19:06 Uhr - Aktualisiert 03.07.2017, 16:24
Harnekop (MOZ) Die Beteiligung beim traditionsreichen Harnekoper Sturmbootrennen ist in der 27. Auflage auf ein historisches Tief gefallen. Zudem regnete es am Sonnabend häufig - Teilnehmer wie Publikum ließen sich davon trotzdem nicht die Stimmung verhageln.

Nass ist es üblicherweise nur von unten, wenn die Boote vom dorfseitigen Schlossseeufer in See stechen. Diesmal aber hatte so manches nicht ganz funktioniert, auch nicht der heiße Draht zu Petrus. Direkt um 14 Uhr, als regulärer Start gewesen wäre, gab es einen kurzen, aber heftigen Schauer. Und auch anschließend, als sich alle rund um den erneuerten Steg am Startplatz einfanden, hielten die himmlischen Schleusen nur vorübergehend dicht.

Widrige Witterungsbedingungen mit viel Regen machten es den Teilnehmern bei der 27. Auflage des traditionsreichen Sturmbootrennens auf dem Harnekoper Schlosssee nicht leichter. Allerdings waren diesmal auch nur vier Teams am Start. Doppelt freuen konnten sich die örtlichen Karnvalisten vom HSCC. Die "Hopfendohlen" siegten bei den Männern vor den Feuerwehrmannschaften Harnekop und Worin, bei den Frauen waren die HSCC-Mädels sowieso das einzige Team.
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27. Sturmbootrennen in Harnekop

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Bereits beim zweiten Lauf, der diesmal schon der letzte war, kam etwas Wasser auch schon wieder zusätzlich von oben. Gerade unter diesen widrigen Bedingungen waren die 3:25 Minuten, mit denen die "Hopfendohlen" des Harnekoper-Sternebecker Carneval Clubs (HSCC) nicht nur das direkte Duell gegen die Woriner Wehr (3:41,97), sondern auch insgesamt vor den zweitplatzierten Harnekopern (3:35,05) gewannen, eine richtig gute Zeit. Tüchtig ins Zeug legten sich auch die HSCC-Mädels als einzige Frauenmannschaft. Sie kamen im ersten, noch trockenen Lauf zwar deutlich hinter dem um einige Sternebecker verstärkten Gastgeberteam ins Ziel, können auf 4:25 Minuten und den 1. Platz aber ebenso stolz sein. Und kein anderer machte auch publikumsseitig so viel Stimmung wie die mitgebrachte HSCC-Fanschar.

Bei immer wieder zwischenzeitlich neu einsetzendem Regen wurde anschließend wie gewohnt auf dem Festplatz weitergefeiert. Einmal mehr ein Beweis für innerdörflichen Zusammenhalt: Der Kirchenförderverein steuerte Kaffee und Kuchen, Muderacks Raubtierschule das Eis, die Kreativgruppe Cocktails bei. Auch ein paar tänzerische Vorführungen gab es noch im schützenden Zelt.

Gleichwohl sinnierte ein paar Meter abseits im Harnekoper Feuerwehrdepot Cheforganisator Andy Köhler über die in diesem Jahr lediglich vier Teams. Selbst viele andere, die dem Wettkampf viele Jahre die Treue gehalten hatten, fehlten 2017. So beispielsweise die Obersdorfer, die bei Männern und Frauen ja langjährige Pokalverteidiger waren. Mit den Polen aus Troszyn, räumte Köhler ein, sei die Kommunikation seit dem Tod des Harnekopers Georg Urbanek, der als Dolmetscher fungiert hatte, schwierig. Trotz solcher Gründe und dem Wissen, dass viele Feuerwehren allein kaum mehr ein Team auf die Beine bringen, konnte sich Köhler solch massenhaftes Wegbleiben nicht ganz erklären. Schließlich sei in den pünktlich verschickten Einladungen ja die Möglichkeit vermerkt gewesen, gemeinsame Mannschaften zu bilden.

Für nächstes Jahr hoffen die Veranstalter nicht nur auf besseres Wetter, sondern auch wieder ein größeres Starterfeld. Und vielleicht gibt es bis dahin außerdem Ersatz für die mittlerweile betagten, mehrfach geflickten Boote - gearbeitet wird an dieser Herausforderung bereits.

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