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Staunenswerte Zahlen und sehenswerte Vorführungen auf dem Eggersdorfer Flugplatz

Materialtest mit 3,5 Tonnen Pflastersteinen

Faszination Nachbau historischer Flugzeug: Davon waren am Sonnabend in Eggersdorf etliche zu bestaunen - hier Frank Sonnabend vor einem AVRO-Doppeldecker (original von 1910).
Faszination Nachbau historischer Flugzeug: Davon waren am Sonnabend in Eggersdorf etliche zu bestaunen - hier Frank Sonnabend vor einem AVRO-Doppeldecker (original von 1910). © Foto: Thomas Berger
Detlef Klementz / 03.07.2017, 06:48 Uhr - Aktualisiert 03.07.2017, 16:25
Eggersdorf/Mü (MOZ) (bg) Für einen Rundum-Erfolg waren die Besucherzahlen zwar zu bescheiden. Aber die Gastgeber im Müncheberger Ortsteil Eggersdorf machten am Sonnabend beim Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz das Beste aus den eher widrigen Witterungsbedingungen. Modellflieger, historischer Flugzeugbau, aber auch eine ansehnliche Sammlung auf der Straße rollender Oldtimer begeisterten die Gäste. So wie Rüdiger Schulz aus Alt Zeschdorf im südlichen Oderbruch: "Ich bin hier mal mit einem Ultraleichtflugzeug mitgeflogen. Das ist aber bestimmt 20 Jahre her", nun wollte er sich wieder einmal umschauen. Und war besonders beeindruckt von dem, was Familie Hintzke beim Nachbau von Flugzeugoriginalen aus der Zeit vor rund 100 Jahren leistet. "Dass es solche Initiativen gibt, ist toll. Man muss aber dafür schon ein ziemlicher Idealist sein", so Schulz.

Trotz des eher trüben Wetters fanden am 1. Juli diverse Besucher von nah und fern ihren Weg auf dem Flugplatz im Müncheberger Ortsteil Eggersdorf, wo zu einem Tag der offenen Tür geladen war. Nicht nur der historische Flugzeugbau der Brüder Carsten und Michael Hintzke als Hauptorganisator der Veranstaltung lockte mit interessanten Einblicken.
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Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Eggersdorf

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Die Brüder Michael und Carsten Hintzke hatten zu diesem Zeitpunkt schon etlichen Neugierigen erklärt, dass beispielsweise in der ARVO schätzungsweise 3500 Arbeitsstunden stecken. Drei Jahre hat das Werkeln an dieser "Wiedergeburt" eines UL-Flugzeugs, das 1911 flog, gedauert. Für den Belastungstest des Materials nach Fertigstellung "haben wir 3,5 Tonnen Pflastersteine in die umgedrehten Tragflächen gegeben, um zu zeigen, dass alles hält", erklärte Carsten Hintzke. Er und sein Bruder führen mit solchen Nachbauten das Werk ihres Vaters Horst weiter. Mit einem von diesem 1991 gebauten "Kiebitz" ging es auch zwischendurch in die Lüfte.

"Einige, die kommen wollten, sind wetterbedingt abgesprungen", so Gerd Konhäusner, Organisator der Oldtimerparade. Dennoch lenkten etwa zwei Dutzend sehr unterschiedliche Fahrzeuge die staunenden Blicke von Groß und Klein auf sich. Weiter hinten auf dem Gelände boten die Modellflieger vom Verein PMC allerlei Vorführungen. Als Gaststarter war u. a. Marco Becker aus Eisenhüttenstadt mit seinem Jet dabei. Ein Modell des einstigen NVA-Schulungsflugzeuges L 29, das es auf stolze 2,70 Meter Spannweite bringt und fast die Gewichtsgrenze von 25 Kilogramm erreicht, wie Moderator Detlef Erdmann erklärte. Becker selbst verwies nach der vom Wind etwas erschwerten Landung des Jets im direkten Gespräch mit Besucher noch auf andere Kennzahlen wie die 125 000 Umdrehungen der Turbine.

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