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290 Pferde am Start in Großwoltersdorf

Sicher über das Hindernis: Neben den Springprüfungen fanden aber auch Wettbewerbe im Dressurreiten statt.
Sicher über das Hindernis: Neben den Springprüfungen fanden aber auch Wettbewerbe im Dressurreiten statt. © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 03.07.2017, 08:21 Uhr
Großwoltersdorf (GZ) Der Reitsport in Großwoltersdorf hat Tradition. Immerhin besteht der Reit- und Fahrverein Grün-Weiß seit 45 Jahren. "Es waren vor allem die früheren Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und volkseigenen Güter, die die Bildung von Sportgemeinschaften unterstützten", berichtet Martina Krüger, die Vorsitzende des Reitvereins Großwoltersdorf.

So war es auch in ihrem Ort. Neben den Reitern aus den Vereinen in Altlüdersdorf, Kraatz, Häsen und Wentow gehörten auch die Großwoltersdorfer Reitsportler im Altkreis Gransee zu den Favoriten. Das ist teilweise heute noch so, wenn auch die Zahl der Vereine kleiner geworden ist. Vor allem die Reitturniere sind für die Landbevölkerung immer noch ein Besuchermagnet, wie es auch am Wochenende in Großwoltersdorf der Fall war.

Laut Martina Krüger ist es das 39. Turnier, das am Sonnabend und Sonntag auf dem Vereinsgelände stattfand. Insgesamt standen an beiden Tagen 531 Starts auf dem Programm. Die Vorsitzende des Reitvereins freute sich besonders über die hohe Teilnehmerzahl von 184 Reitern, die aus der Prignitz, aus Mecklenburg-Vorpommern, aus Berlin und der hiesigen Region mit rund 290 Pferden angereist waren.

Auf dem Programm standen 19 Wettbewerbe im Springen und weitere in der Dressur. Während es in der ersten Disziplin darum ging, in möglichst kurzer Zeit fehlerfrei den Parcours zu absolvieren, standen bei der Dressur die unterschiedlichen Gangarten und die Bewegung mit dem Tier im Fokus der Kampfrichter.

"Unterschieden wird nach Klassen", erklärt Martina Krüger. In Großwoltersdorf sind es am Wochenende Prüfungen und Wettbewerbe der Klasse A (Anfänger), L (leichte Klasse) und E (Einsteiger). "Außerdem gibt es noch die Klassen S (Schwer) und M (Mächtigkeit), die nicht auf dem Programm stehen. Die große Teilnehmerzahl führt Martina Krüger darauf zurück, dass immer weniger Reitturniere stattfinden und so die Reiter nach Möglichkeiten suchen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.Da ihr Verein nur noch 14 Mitglieder zählt und der Jahresbeitrag 40 Euro beträgt, ist Martina Krüger auf Helfer und Sponsoren angewiesen, um ein solches Turnier zu veranstalten. Doch das funktioniert. Mit vereinten Kräften wird nach jedem Wettkampf der Parcours mit seinen Hindernissen umgebaut.

Eine Augenweide ist dann der Wettkampf selbst: Wenn die Reiter und Reiterinnen ihre Pferden sich graziös bei der Dressur bewegen lassen und rasant beim Springen die Hindernisse überwinden, dann schlägt das Herz eines jeden Pferdefreundes höher. Der Lohn für die Erstpalzierten sind die begehrten Schleifen. Wie Martina Krüger verrät, gibt es beim Turnier für die Sieger außerdem einen Pokal und Ehrenpreise.

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