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Tag der offenen Tür in der Alten Schmiede Lobetal

Hammer saust auf glühendes Metall

Kirchenmusiker Daniel Pienkny, Waldemar Pflanz, früherer Fachbereichsleiter Altenpflege, sowie der Vereinsvorsitzende Reinhard Kunze (v.l.) beim Schmieden
Kirchenmusiker Daniel Pienkny, Waldemar Pflanz, früherer Fachbereichsleiter Altenpflege, sowie der Vereinsvorsitzende Reinhard Kunze (v.l.) beim Schmieden © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 04.07.2017, 07:40 Uhr
Lobetal (MOZ) "Hufnägel müssen mit einem Mal geschmiedet werden, da kann man nicht nochmal neu anfangen", sagt Siegfried Engelicht, Vize des Vereins Alte Schmiede Lobetal, am Samstag anlässlich des Tages der offenen Tür. Und zur besten Kaffeezeit trafen sich die Besucher hier vor allem beim beliebten Schauschmieden.

An Schmiede, Amboss und Hammer sind Kirchenmusiker Daniel Pienkny, gelernter Schlosser, Waldemar Pflanz, der frühere Fachbereichsleiter Altenpflege und gelernter Schmied, sowie Reinhard Kunze, Vereinsvorsitzender und ebenfalls gelernter Schmied, bei der Arbeit. Das Feuer brennt, das Eisen - beziehungsweise der Stahl liegt in der Glut. Denn ganz wichtig beim Schmieden ist die Temperatur, die die Hitze innerhalb der Glut erreicht. Bei 700 Grad werden Hufnägel geschmiedet. Und bei langen Werkstücken muss der Spieß immer gedreht werden, wenn der Vorschlaghammer mit Wucht auf das glühende Metall niedersaust, je nachdem, welche Form am Ende gewünscht wird.

Geschmiedet werden an diesem Nachmittag einige Schaustücke, die man beispielsweise für den heimischen Garten verwenden kann, unter anderem Erdspieße mit Blatt oder Bogen, um daran eine Ampel oder Laterne aufzuhängen. "Beim Schmieden fällt immer etwas ab", sagt Siegfried Engelicht. Gespannt beobachten die gekommenen Besucher das handwerkliche Geschick der Männer am Feuer.

Die Alte Schmiede, in der einst tatsächlich Pferdehufe und Wagenräder beschlagen wurden, wurde im April 1999 ihrer neuen Bestimmung als Ort der Begegnung und Touristentreff übergeben. Seitdem sorgt der Verein Alte Schmiede dafür, dass jeden Nachmittag "Offene Schmiede" ist. Und zwar montags bis freitags von 15 bis 17 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr. Hier können Senioren und Bewohner aus Lobetal sowie Gäste oder Touristen einkehren und bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen. Das Haus ist gleichzeitig auch eine Rastmöglichkeit für Wanderer und Radler. Es finden zudem Veranstaltungen statt. So gibt es einmal monatlich eine Kinoveranstaltung mit anspruchsvollen Filmen, Lichtbildervorträge oder Lesungen. Jeden Freitag vor dem 1. Advent findet der Lobetaler Advents- und Weihnachtsmarkt statt, dessen Erlös unter anderem der Ukrainehilfe zugute kommt.

Kontakt: Telefon 03338 66435 (jeweils von 15 bis 17 Uhr)

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