Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fahrradstraße Kienbaum-Kagel dient als Umleitung für Busse der B1

Schranken sorgen für Ärger

Stau vor der Fahrradstraße: Montagvormittag versperrte eine elektronische Schranke die Durchfahrt. Nicht mal die Grünheider Feuerwehr erhielt einen Schlüssel.
Stau vor der Fahrradstraße: Montagvormittag versperrte eine elektronische Schranke die Durchfahrt. Nicht mal die Grünheider Feuerwehr erhielt einen Schlüssel. © Foto: MOZ/Manja Wilde
Manja Wilde / 04.07.2017, 07:43 Uhr
Kagel/Kienbaum (MOZ) Etwas kurios mutet die Geschichte der zwei elektronischen Schranken an, die am Montagvormittag an den alten Schranken der Fahrradstraße zwischen Kagel und Kienbaum aufgestellt wurden - und wenige Stunden später zerstört am Rand lagen. "Wer die Schranken errichtet hat, weiß ich nicht. Jedenfalls geschah es nicht mit Zustimmung der Gemeinde", sagte Bürgermeister Arne Christiani. "Nicht einmal die Feuerwehr hat einen Schlüssel bekommen", fügte er an.

"8.30 Uhr bin ich die Straße noch lang gefahren", sagt Fred Sommerfeld aus Kienbaum. Als er gegen 10.30 Uhr vom Einkaufen zurückkehrte, versperrte die neue Schranke den Weg. "Das ist unglaublich! Was soll der Schnullifax?", ärgerte sich auch Jana Adler. Statt der drei Kilometer muss sie nun 30 Kilometer fahren, um von einem Ortsteil in den anderen zu gelangen. Die Sperrung der B1 hinter Lichtenow schließt die kürzere Alternative aus.

Diese Bauarbeiten sind der Grund, dass die Fahrradstraße jetzt als Umleitung für den Linienbusverkehr dient. "Wir haben beantragt, sie während der Sperrung der B1 befahren zu können, um die ÖPNV-Erschließung sicherzustellen", sagt Deutsche-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. Das Straßenverkehrsamt entsprach dem Wunsch. "Mit den mobilen Schrankenanlagen wurde die Ordnungsmäßigkeit unterstützt", erklärt Manfred Schröder vom Straßenverkehrsamt. Sie sollen Begegnungen von Bussen und Pkw auf der schmalen Straße vermeiden. Ohnehin sei der Verkehrsweg aufgrund seiner Widmung ein Sonderweg für Fußgänger, Radfahrer und landwirtschaftliche Anlieger.

"Es gibt die Absprache, dass der Bus oberste Priorität hat, die Kienbaumer aber auch durch dürfen", sagt hingegen Kienbaums Ortsvorsteherin Katja Schramma. "Am Montag gab es Chaos. Die Kita-Kinder haben kein Mittagessen bekommen, weil der Fahrer nicht durchkam", ärgert sie sich.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG