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Baustart für kommunales Mietshaus in Langewahl / Interesse an Wohnungen übersteigt Angebot

"Jetzt wird eine Vision wahr"

Symbolischer Spatenstich: Bürgermeisterin Bärbel Kleinschmidt mit Architekt Thomas Schütte, Amtsdirektor Christian Riecke und Bauleiter Norbert Schinske (von links).
Symbolischer Spatenstich: Bürgermeisterin Bärbel Kleinschmidt mit Architekt Thomas Schütte, Amtsdirektor Christian Riecke und Bauleiter Norbert Schinske (von links). © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 06.07.2017, 07:55 Uhr
Langewahl (MOZ) Bürgermeisterin Bärbel Kleinschmidt war die Freude anzumerken. "Wir haben lange darum gekämpft, und jetzt wird eine Vision wahr", sagte sie am Mittwoch, bevor sie zum Spaten griff, um den symbolischen Startschuss für ein Großprojekt in Langewahl zu geben. Der Bau des kommunalen Mietshauses an der Ecke Chausseestraße/Neu Golmer Straße hat begonnen.

Bauarbeiter von der Firma TSU aus Müncheberg sind nun zunächst mit einem Bagger im Einsatz, um eine Baugrube für den Keller des Gebäudes auszuheben und auch den restlichen Untergrund vorzubereiten.

Es entsteht ein dreistöckiges Gebäude mit zwölf Wohnungen, die dank eines Aufzuges barrierefrei sind. Im Sommer oder Herbst nächsten Jahres sollen sie bezugsfertig sein, je nachdem, wie streng der kommende Winter wird. "Der Rohbau inklusive Fenster und Dach wird zwar bis Dezember fertiggestellt, aber die Baustelle wird nicht beheizt werden", erläuterte die Bürgermeisterin.

Das Interesse an den Wohnungen ist weiterhin groß. "Wir haben bereits mehr als zwanzig Interessenten", sagte Bärbel Kleinschmidt. Bei der Vergabe der Zwei- und Dreiraumwohnungen sollen Bewerber bevorzugt werden, die ihren Wohnsitz bereits jetzt in der Gemeinde haben. "Ältere Menschen, die sich von ihrem Haus trennen wollen, haben dadurch eine Perspektive, in Langewahl bleiben zu können", sagte sie.

Finanziert wird der Bau durch einen Kredit, der durch die Mieteinnahmen abbezahlt wird.Scharmützelsee-Amtsdirektor Christian Riecke nannte das Projekt beispielgebend, da die Gemeinde nicht auf Privat-Investoren gewartet habe. Gleichwohl sei Derartiges nicht überall kopierbar. Langewahl habe mit seinem ausgeglichenen Haushalt die Voraussetzung zur Genehmigung des Kredites erfüllt. In Bad Saarow zum Beispiel, wo bereits seit langem ein Mangel an günstigem Wohnraum beklagt wird, ist die Lage anders - der dortige Haushalt weist rote Zahlen auf.

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