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Kita kritisiert Zustand des öffentlichen Spielplatzes in Markgrafpieske / Amtsverwaltung bestellt neue Geräte-Kombination

Klettergerüst verfault

Anke Beißer / 08.07.2017, 06:50 Uhr
Markgrafpieske (MOZ) Verfaulte Pfahlköpfe und Streben, herausragende Schrauben - das hölzerne Spielgerät auf dem öffentlichen Spielplatz in Markgrafpieske macht einen wenig einladenden Eindruck. Eltern kritisieren die bisher ausgebliebene Mängelbeseitigung. Das Amt verspricht derweil ein neues Spielgerät.

Am Donnerstag sagte Ute Scheibe-Steinmar von der Spreenhagener Bauverwaltung dieser Zeitung, dass sie soeben den Auftrag für ein neues Spielgerät auslösen wollte. Das sei möglich, weil ein Fördermittelbescheid eingetroffen sei. 5000 Euro stellt das Land Brandenburg aus Lottomitteln zur Verfügung. Die Gemeinde müsse die gleiche Summe beisteuern, das Geld liege bereit. Nun wird es etwa zehn Wochen dauern, bis die neue Konstruktion, diesmal aus Stahl statt aus Holz, geliefert wird. Es sei eine Kombination für Fünf- bis Zwölfjährige zum Klettern und Rutschen und werde zudem Elemente für noch jüngere Kinder enthalten.

Diese frohe Kunde fällt mit dem Zeitpunkt zusammen, da sich Eltern und die Erzieher der "Markpieser Kitawichtel" an die MOZ gewandt haben, weil das Amt der Bitte nach Reparatur des desolaten Holz-Spielturms nicht nachgekommen war. Der Gemeindearbeiter habe lediglich ein paar Stellen notdürftig ausgebessert. Die Markgrafpiesker sehen die Sicherheit der Kinder als gefährdet an. "Wir lassen sie nicht mehr auf das Gerät", sagt Jeannine Stachowiak, pädagogische Leiterin der Kita.

Sie lädt zu einer Besichtigung des Turms ein, zeigt die verfaulten Stellen an den Balken, Streben und Pfählen sowie die herausragenden Schrauben auf der Rutsche. Kinder hätten sich schon verletzt, Splitter eingezogen, sagt sie. Und auch Kleidungsstücke seien kaputt gegangen. Mit dem Auswechseln von ein paar Hölzern sei es nicht getan. Die Kita fordert, dass die gravierenden Mängel schnellstmöglich abgestellt werden - "auch im Namen der Eltern der Kinder, die den Spielplatz oft und gerne privat nutzen".

Die Meinungen, was fürs Spielen zumutbar ist und was zu gefährlich, gehen offenbar auseinander. Amtsdirektor Joachims Schröder sieht den Zustand des Turmes weniger dramatisch. Er kündigte jedoch an, ihn noch einmal in Augenschein zu nehmen und notfalls zu sperren. Dann gebe es dort bis zum Eintreffen des neuen Spielgerätes eben weniger Möglichkeiten.

Ortsvorsteher Erhard Miethke kennt das Spielplatzproblem. Er unterstützt die Eltern und die Kita in ihren Forderungen. Und er weist noch auf ein weiters Problem hin - den Zaun, der den öffentlichen Spielplatz umschließt. Dieser stammt noch aus DDR-Zeiten und besteht aus zum Teil schräg verlaufenden Streben. "Dadurch entstehen Lücken, durch die Kinder ihren Kopf stecken, einklemmen und sich verletzen können", sieht Miethke eine Gefahr. Vor Jahren sei ein Drahtgeflecht davor gesetzt worden, was aber nicht mehr intakt ist. Auch hier erhofft er sich eine Reparatur.

"Als der Zaun neu war, haben sich alle gefreut. Jetzt ist er gefährlich", wundert sich Schröder über das Umdenken, kündigt aber auch hier eine Kontrolle an. Er wolle sich mit dem Gemeindearbeiter alles anschauen und entscheiden, was zu tun ist.

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