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In nicht einmal fünf Minuten hatten alle 285 Grundschüler in Begleitung ihrer Lehrer das Gebäude verlassen

Feueralarm in der dritten Stunde

Im Laufschritt: Feuerwehrmann Bernd Buchholz achtet darauf, dass nach dem Alarmklingeln die Mädchen und Jungen das Schulhaus verlassen, um sich auf dem Sportplatz zu versammeln.
Im Laufschritt: Feuerwehrmann Bernd Buchholz achtet darauf, dass nach dem Alarmklingeln die Mädchen und Jungen das Schulhaus verlassen, um sich auf dem Sportplatz zu versammeln. © Foto: Sam Dreyster
Sam Dreyster / 08.07.2017, 07:03 Uhr
Hennickendorf (MOZ) Einmal im Jahr übt die Feuerwehr mit den Schülern das Verhalten bei einem Feuerausbruch. Am Freitag wurden die Kinder vom Alarm überrascht.

In der dritten Stunde am Freitag dachten sicherlich viele Mädchen und Jungen schon an das Wochenende. Doch im unteren Gang des C-Hauses der Hennickendorfer Grundschule "Am Stienitzsee" waberte grauer Rauch. Der Feueralarm ertönte schrill und dann ging alles ganz schnell.

"Die Schüler und Lehrer haben das Gebäude zügig, geordnet und so ruhig wie möglich verlassen - so soll es sein", fasste Ortswehrführer Daniel Smyczek am Sammelpunkt auf dem Sportplatz zusammen. In deutlich unter fünf Minuten hätten alle 285 Kinder in Begleitung der Lehrkräfte das Gebäude verlassen, lobte er. Bei ihrer routinemäßigen Suche konnten die Einsatzkräfte der Hennickendorfer Ortswehr versichern, dass sich niemand mehr im Gebäude befunden habe.

Sieben Feuerwehrmänner begleiteten die Übung und geleiteten die Kinder zum Sammelpunkt. Schulleiterin Monika Döppner-Smyczek und ihre Kolleginnen und Kollegen waren stolz auf das vorbildlich und sehr geordnet abgelaufene Rettungsprozedere. Die Übung war unangekündigt. Lediglich die Schulleitung und die Feuerwehrleute wussten von dem Probealarm. Einmal jährlich findet solch eine Übung statt.

Der Rauchgenerator befand sich dieses Mal am hinteren Ende des unteren Flures. "Bei Rauchentwicklung auf dem Flur sollten die unteren Räumen über die Fenster verlassen werden. Im oberen Bereich geht das natürlich nicht, ohne schwere Verletzungen zu riskieren", erklärte der Ortswehrführer. Dieses Mal wurden aber alle Fenster geschlossen und die Fluchtwege über die Gebäudeseiten genutzt.

Für die oberen Bereiche empfehlen die Fachleute, die Türen geschlossen zu halten, wenn möglich mit Tüchern ein Eindringen des Rauches zu verhindern und zu warten, bis Rettung da ist. Besonders Rauch führe bei Kindern schneller zu Orientierungslosigkeit und Panik, in deren Folge oft der gefährliche Qualm eingeatmet werde und zu Bewusstlosigkeit führe. Ebenso wichtig sei es daher, den Überblick zu behalten, ob alle Jungen und Mädchen da sind oder sich womöglich jemand auf der Toilette versteckt habe.

Da diese Übung reibungslos ablief, würde man beim nächsten Mal den Schwierigkeitsgrad noch etwas erhöhen, hieß es.

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