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Größter Frankfurter Ortsteil feierte sein 700-jähriges Bestehen / Historischer Umzug, Rummelspaß und eine "Mega-Party"

Drei tolle Booßener Festtage

Von wegen 700 Jahre: Die ersten Siedler kamen lange vor Beginn unserer Zeitrechnung im Dorf an, beweisen diese Ur-Booßener an Sonntag im großen Festumzug.
Von wegen 700 Jahre: Die ersten Siedler kamen lange vor Beginn unserer Zeitrechnung im Dorf an, beweisen diese Ur-Booßener an Sonntag im großen Festumzug. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 09.07.2017, 19:50 Uhr - Aktualisiert 09.07.2017, 23:11
Booßen (MOZ) Mit drei tollen Tagen haben die Booßener am Wochenende das 700-jährige Bestehen ihres Dorfes gefeiert. Nach der Uraufführung des Jubiläums-Musicals am Freitagabend wurde am Sonnabend mit einem Volksfest und am Sonntag mit dem historischen Umzug weitergefeiert.

FF /00 Jahr Feier Booßen, das Musical am Freitag abend
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Entspannt schlendert Bärbel Teich am Sonnabend über den Booßener Festplatz. Sie freut sich mit ihrer Familie inklusive Enkelkind darüber, dass alles gut läuft. "Wenn man als Cheforganisatorin die Arbeit klug verteilt, dann bleibt auch etwas Zeit, das Fest zu genießen", sagt sie und lacht. In der Tat liefen bei ihr in den vergangenen sechs Jahren - so lange wurde das Jubiläum vorbereitet - alle Fäden zusammen. Zeit zum Genießen gönnt man ihr deshalb umso mehr, denn die meiste Arbeit hat sie vorher erledigt. "Wir sind wirklich zufrieden", sagt sie. Zu Recht.

Ganz Booßen feiert 700 Jahre. Am Freitag gab es im Frankfurter Ortsteil die Uraufführung des Musicals, dass extra zu diesem Geburtstag geschrieben wurde.
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700 Jahre Booßen

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Abwechslungsreich ist das Jubiläumsprogramm allemal. Auch der Partnerort Drzecin, der zur Gemeinde Slubice gehört, leistet seinen Anteil. Ryszard Kapica wird von vielen Booßenern inzwischen begrüßt wie ein alter Bekannter. Das liegt an seinem freundlichen Wesen, aber auch sicher am tollen Brot, das er bäckt und von dem er viele Exemplare extra zum großen Fest mitgebracht hat. Die Schmalzstullen sind ein Gedicht.

Gleich gegenüber werden echte Gedichte geschrieben, auf Papier. Siegfried Güldner hat sich alte deutsche Handschriften angeeignet und bei ihm kann man unter anderem Booßener Ablassbriefe für allerlei Sünden kaufen. Auch Oberbürgermeister Martin Wilke mit Ehefrau Christina ist fasziniert von der Präzision der alten Schriften. Einen Ablassbrief indes kauft er nicht. Zu viele verschiedene Sünden seien im Angebot, da falle das Entscheiden schwer, verrät er. Für das Geburtstagsfest findet auch er nur lobende Worte.

Draußen ist derweilen lautes Tuten zu hören. Die Freiwillige Feuerwehr rückt an, um ein kleines Feuer zu löschen - auf einem Spritzenwagen aus dem Jahre 1905. Die Vorführung gefällt den Zuschauern. Am Abend spielen dann "Anscheit und Friends" im großen Festzelt - und auch hier zeigen die Booßener ausgesprochene Feierqualitäten. Noch am nächsten Tag schwärmt Bandsängerin Jeannine Hartmann, "es war definitiv eine Mega-Party und das Zelt hat gebrannt".

Am nächsten Morgen sind die Booßener wieder pünktlich auf den Beinen. Denn niemand will den großen Festumzug mit mehr als 40 Bildern verpassen. Es sind mehrere Tausend Zuschauer, die am Straßenrand stehen und den Darstellern zuwinken. Der Umzug ist ein Streifzug durch die Geschichte des Dorfes. Zwischendurch gibt es Süßes für die Kinder. Noch einmal wird ausgelassen getanzt und gelacht. Alle Anstrengungen im Vorfeld haben sich gelohnt, loben auch die Besucher von außerhalb.

Über die Uraufführung des Musicals "700 Jahre Booßen" hatte die MOZ bereits in der Wochenendausgabe berichtet.

Mehr Bilder und ein Video: www.moz.de

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