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Feuerwehr Kehrigk feierte ihren 90. Geburtstag / Aktive Nachwuchsarbeit

Erinnerungen aus Anlass des Jubiläums

Vor dem geschmückten W50, der den Umzug anführte: Die Alters- und Ehrenabteilung der FF Kehrigk. Rechts Ortslöschgruppenführer Christian Lehmann.
Vor dem geschmückten W50, der den Umzug anführte: Die Alters- und Ehrenabteilung der FF Kehrigk. Rechts Ortslöschgruppenführer Christian Lehmann. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 10.07.2017, 06:57 Uhr
Kehrigk (MOZ) Wir sind da, wenn wir gebraucht werden, mindestens vier Mann, ist Ortslöschgruppenführer Christian Lehmann stolz. Und gebraucht wird die Freiwillige Feuerwehr Kehrigk mit ihren zwanzig aktiven Kameraden ständig, liegt doch der Ort an einem großen Waldgebiet, in dem es immer wieder zu Bränden kommen kann. Die Kehrigker denken deshalb an ihren Nachwuchs in Sachen Feuerwehr. 14 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren werden von der Jugendwartin Isabell Thiele, deren Stellvertreterin Nicole Gornickel sowie von Oliver Schmidt auf eine Ausbildung vorbereitet.

Zu der Ortswehr gehören vier Alters- und Ehrenkameraden. Das sind Herbert Koch, Gerhard Schulze, Frank Bretschneider und Lothar Banser. Am Sonnabend feierte die Freiwillige Feuerwehr mit einem Umzug und einem Fest ihren 90. Geburtstag. Dass sie 1927 gegründet wurde, ist überliefert, aber eine Chronik fehlt noch. Der 65-jährige Lothar Banser, der seit 1974 dabei ist, war am Löschen von fünf großen Bränden beteiligt. Durch Blitzeinschlag wurde eine gefüllte Feldscheune der LPG außerhalb des Ortes abgefackelt. Nach der Erinnerung des 60-jährigen Lutz Lademann, der seit 1975 zur Freiwilligen Feuerwehr gehört, war das 1981. Wann der Stall beziehungsweise ein Wirtschaftsgebäude auf dem Wohngrundstück der Familie Buley brannte, weiß niemand mehr so genau. 1979 oder 1980 muss es gewesen sein. Im Dezember 1995, ist sich Lutz Lademann sicher, brannte ein Stall des Bauern Wolf. Der gehörte ehemals der LPG. Nun standen zwölf Kühe drin, fünf oder sechs überlebten es nicht. Auch eine Heumiete des Bauern Wolf, die sich in Richtung Schadow befand, musste den Flammen weichen.

2015 wurde ein Garagenbrand bei der Familie Lehmann gelöscht. Über drei Jahre hinweg um 1997 aber war ein Brandstifter im Wald am Werke. Dass der Täter gefasst wurde, ist eine schwacher Trost.

Zu ihrem 90. Geburtstag sind die Kameraden zufrieden: "Wir haben ein Gerätehaus und als Fahrzeug ein TLF W50, das ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber für Waldbrände genau richtig ist", so Christian Lehmann. Mit seinen Kameraden und deren Ehefrauen richtet er jedes Jahr das Kinderfest und die Horrornacht aus.

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