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Zum 21. Mal ist der Pferdesportverein Oderland Gastgeber der Springtage von Gorgast / Drei Tage Reitsport im Park

Schimmel-Stute Rubi bleibt fehlerfrei

Edgar Nemschok / 10.07.2017, 07:00 Uhr
Gorgast (MOZ) Zum 21. Mal richtete der Pferdesportverein Gorgast seine Springtage aus. Ein Turnier für das Springreiten, das über knapp drei Tage ging und am späten Sonntagabend mit den Kreismeisterschaften beendet wurde.

"625 Nennungen haben wir für unser Turnier", freute sich Hauptorganisator Erik Schubert. "Dabei geht es gar nicht darum, irgendwelche Rekorde zu vermelden. Diese Zahl ist für mich ein Beleg, dass unser Turnier beliebt ist und die Reiter gern zu uns nach Gorgast kommen", erklärte Schubert. Und das stimmt ganz offensichtlich, denn wen man auch fragte, immer gab es annähernd gleiche Antworten. Sophie Herling (Sonnewalder Reit- und Fahrverein) gewann das gut besetzte und anspruchsvolle Springen der Klasse L am Sonnabend mit ihrer Schimmel-Stute. "Rubi ist ein sehr ruhiges Pferd", erklärte Betreuerin Ines Boy während es Umlaufs. Gemeinsam mit den weiteren Betreuern Stefan Reßel und Jana Pietza verfolgte sie ihren fehlerfreien Ritt. Zahlreiche der Starter kamen mit dem von Erik Schubert und Maren Kardel aufgebautem Parcours gut zurecht. Dass es in der Endabrechnung dann aber doch wenige fehlerfreie Ritte in dieser L-Prüfung gab, lag am letzten Hindernis, dem überbauten Graben.

Maren Kardel (TZ Neuenhagen) hatte bei diesem Turnier vorrangig beim Parcoursbau zu tun. "Gorgast ist für mich immer ein ganz besonderes Turnier. Hier habe ich mein erstes Springen in der Leistungsklasse gewonnen." Und obwohl es tags zuvor geregnet hatte und auch am ersten Wettkampftag leichter Nieselregen den Boden recht tief machte, alle bestätigten: "Die Bedingungen sind nahezu erstklassig." Das Wetter war in den vergangenen Jahren fast immer ein Thema. Starkregen, große Hitze - es gab schon einiges im Gorgaster Park.

"Ich erinnere mich immer wieder gern an 2007, als ich mit Poul ein Springen der Kategorie S gewinnen konnte", sagte Schubert, der nicht mehr aktiv reitet und hauptsächlich als Parcourschef die Fäden zieht.

Wichtig bei so großen Turnieren ist auch die medizinische Betreuung. Zuständige Tierärztin war Anja Kaul. "Wir als Veterinäre schauen schon, ob die Tiere auch gut behandelt werden. Es werden sogar Doping-Kontrollen gemacht. Allerdings muss ich auch sagen, hier auf lokaler Ebene und in diesen Leistungsklassen gibt es keine Verstöße gegen den Tierschutz. Dinge, wie sie aus dem Spitzensport manchmal bekannt werden, gibt es hier nicht - zum Glück."

Genau hinschauen musste insbesondere bei den Stilspringprüfungen Jaqueline Malack. Sie will Richterin für den Reitsport werden und befindet sich derzeit in der Ausbildung und schaute Hauptschiedsrichter Ludwig Kautz über die Schulter. "Zwei bis drei Jahre braucht man dafür und man sollte selbst Reiter sein", erklärte die junge Frau, die vom Gut Breslack kommt.

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