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Eine Radtour von Genschmar nach Ahlbeck und wieder zurück / Ein Reisebericht

Von der Oder an die Ostsee

Das gute Wetter genutzt: Vanessa Müller am Bahnhof Ahlbeck. Die meiste Zeit sind sie und ihre Mutter geradelt, einige Streckenabschnitte haben sie allerdings mit dem Zug zurückgelegt. Auf diese Weise brauchten sie jeweils zwei Tage, um vom Oderbruch an di
Das gute Wetter genutzt: Vanessa Müller am Bahnhof Ahlbeck. Die meiste Zeit sind sie und ihre Mutter geradelt, einige Streckenabschnitte haben sie allerdings mit dem Zug zurückgelegt. Auf diese Weise brauchten sie jeweils zwei Tage, um vom Oderbruch an di © Foto: Privat
Vanessa Müller / 13.07.2017, 06:27 Uhr - Aktualisiert 13.07.2017, 18:06
Genschmar/Ahlbeck (MOZ) Die Ostsee ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Sie weckt Erinnerungen an vorherige Besuche und bietet Erholung. Besonders lohnt sich, bei sonnigem Wetter, die Reise an die Küste mit dem Fahrrad. Vanessa Müller hat die Tour mit dem Velo und ihrer Mutter angetreten.

Nur schon mal vorab: Auch wenn einige sagten, dass wir das nicht schaffen würden, sind wir an der Ostsee angekommen, auch wenn wir nicht durchgehend mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Am Morgen um neun Uhr ging es nach dem Frühstück von Genschmar aus los. Wir strampelten mit unseren voll bepackten Fahrradtaschen auf dem Oder-Neiße-Radweg entlang.Der erste Stopp war in Zollbrücke, wo man die Möglichkeit hat, seine Wasserflaschen mit Quellwasser aufzufüllen.

Mittag haben wir in Hohenwutzen gegessen, denn nach 40 km ist man bei heißen Temperaturen sehr ausgelaugt. Wir haben uns, wegen unseres unterschiedlichen Fahrtempos, Punkte festgelegt, an denen wir Trinkpausen machen. Das Wasser wurde immer knapper, was sich als ungünstig erwies, da ab Hohenwutzen kein einziger Kiosk oder kein einziges Restaurant in Sicht war. Also ist es sehr wichtig an eigene Verpflegung inklusive vieler Getränke zu denken. Nach 80 Kilometern erreichten wir Schwedt und fuhren dort durch die Wohnsiedlung direkt an der Oder entlang. Ab diesem Kilometerstand freuten wir uns auf die voraussichtlich letzten 20 km an diesem Tag, lagen aber falsch. Eine Umleitung verlangte uns noch zusätzliche 20 km ab. Ein letztes Mal haben wir die Zähne zusammen gebissen und um 20 Uhr kamen wir nach elf Stunden inklusive Pausen an unserer Unterkunft an.

Leider war die Nacht schnell vorbei und in der Früh fuhren wir nach Tantow zum nächstgelegenen Bahnhof. Mit neu gewonnener Kraft traten wir in die Pedale, doch wurden aus angegebenen sieben Kilometern dann doch zehn. Das hatte zur Folge, dass der Zug ohne uns losfuhr. Jedoch war das nach anfänglicher Niedergeschlagenheit sogar sehr gut, denn wir fuhren dann mit unserem Berlin-Brandenburg-Ticket und den Fahrradkarten nach Stettin.

Von dort brachte uns ein Zug nach Swinemünde. In diesem Zug konnten wir nur mit Zloty bezahlen. In Swinemünde angekommen waren wir nun an der Ostsee. Wir fuhren vom Bahnhof mit der kostenlosen Fähre auf die andere Seite rüber und strampelten gemütlich nach Ahlbeck. Dann legten wir unser Gepäck ab und waren nur noch 80 Meter vom Meer entfernt. Ideale Bedingungen für zwei Tage Erholung und Seele baumeln lassen. Auch bei Regen genossen wir im Regencape das warme Ostseewasser an den Füßen beim Spazierengehen.

Irgendwann muss man leider auch wieder Abschied nehmen und so ging es mit dem Zug von Ahlbeck nach Züssow und von dort nach Eberswalde. Die letzte Strecke endete für uns in Seelow.

Ein schöner Kurzausflug, aktiv an der frischen Luft und in der Natur. Vielleicht eine spontane Überlegung für den Familienausflug in den Sommerferien. Auch mit 16km/ h wird man sein Ziel ganz entspannt in zwei Tagen erreichen. Die Schmerzen im Po sind dann auch schon am nächsten Tag verschwunden .

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