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Heckelberger Grundschüler lernen Hilfsorganisationen kennen / Sieger der Wettbewerbe gewinnen Blick von der Drehleiters

Feuerwehr bedeutet mehr als Löscharbeit

Großes Staunen: Der Brunower Löschgruppenführer Dirk Hentler erläutert beim „Tag des Helfers“ der Grundschule „Auf der Höhe“ In Heckelberg die umfangreiche technische Ausrüstung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs seiner Wehr.
Großes Staunen: Der Brunower Löschgruppenführer Dirk Hentler erläutert beim „Tag des Helfers“ der Grundschule „Auf der Höhe“ In Heckelberg die umfangreiche technische Ausrüstung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs seiner Wehr. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 15.07.2017, 06:44 Uhr
Heckelberg-Brunow (MOZ) Bei den Tagen des Helfers haben sich die Schüler der Grundschule "Auf der Höhe" in Heckelberg mit Berufen und ehrenamtlichen Tätigkeiten beschäftigt. Nach der Theorie am Mittwoch folgten am Donnerstag praktische Übungen.

Yanneck ist stolz. Der Neunjährige hat den Fahrersitz eines Funkstreifenwagens des Bad Freienwalder Polizeireviers erobert, mit den Polizeihauptkommissarin Cornelia Schostag, Revierpolizistin des Amtes Falkenberg-Höhe, zur Heckelberger Grundschule gefahren ist. Zuvor erklärte sie den Kindern die technische Ausrüstung des Fahrzeugs wie das Alkoholtestgerät oder den großen Zollstock, der zwar auch nur zwei Meter lang ist, bei dem Maße für eine Fotodokumentation besser sichtbar sind als das bei einem handelsüblichen Modell der Fall ist.

Die Beamtin schildert einen typischen Fall. Nach einem Parkplatzrempler sucht der Verursacher das Weite, das Unfallopfer ruft die Polizei. "Wir messen damit vom Boden, wie hoch die Beule oder Schramme am Fahrzeug ist", sagte Cornelia Schostag. Danach halten die Beamten Ausschau nach anderen Fahrzeugen mit Beschädigungen und messen nach, ob es sich um den Unfallverursacher handeln könnte. Dabei spielen auch andere Kriterien eine Rolle, ein Instrument bei der Suche nach Beweisen ist der Zollstock.

Die Polizei gestaltete eine von sieben Stationen beim Tag der Helfer. In der Nachbarschaft bestritt die Feuerwehr, die nicht nur Brände löscht, gleich fünf Stationen. Amtsbrandmeister Robert Müller und seine Kollegen luden zum Kübelspritzenwettbewerb ein. Mit der handbetriebenen Pumpe musste soviel Druck aufgebaut werden, dass der Mann oder die Frau an der Spritze mit dem Wasserstrahl drei Mineralwasserflaschen umkippen konnte. Wer dies im direkten Vergleich am schnellsten schaffte, ging als Gewinner hervor. Der Brunower Löschgruppenführer Dirk Hentler erklärte den Schülern die Ausstattung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs der Wehr.

In der Schulaula mussten die Kinder bei einem Quiz über die Feuerwehr ihr Bestes geben. In der Turnhalle waren die sportlicheren Kinder beim Feuerwehrstaffellauf im Vorteil, der in Feuerwehrkleidung absolviert werden musste. Die Punkte aus den zwei Wettbewerben und dem Quiz wurden addiert. Auf die drei besten pro Klasse wartete ein besonderes Erlebnis. Sie durften sich von der Drehleiter der Bad Freienwalder Feuerwehr aus ihre Schule und Heckelberg aus der Vogelperspektive ansehen. "Wir danken den Bad Freienwaldern, dass sie unserer Bitte gefolgt sind",sagte Robert Müller. Das Amt Falkenberg-Höhe könne sich ein solches Fahrzeug nicht leisten.

Auf großes Interesse stießen ferner das Rettungsfahrzeug des DRK Strausberg und die Rettungshundestaffel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Barnim aus Eberswalde. Mark Krause schilderte den Unterschied zwischen einem Personenspürhund und einem Flächenhund. Die Kinder erfuhren, dass das Training im Welpenalter beginnt und drei Jahre dauert. Die Hunde, ein Labrador und ein Ogar Polski, ein polnischer Jagdhund, sind im Besitz von Mark Krause, der die Arbeit ehrenamtlich leistet.

Alle zwei Jahre veranstalte die Grundschule den Tag des Heferns, sagte Schulleiterin Jana Möller. Am ersten Tag beschäftigten sich die Schüler mit Erste Hilfe und dem Absetzen eines Notrufs. Als Kooperationspartner habe sie Studenten der Akademie der Gesundheit Eberswalde gewinnen können.

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