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Traumhafte Taglilienpracht in Falkenrehde

Christine und Tomas Tamberg in ihrem Taglilienreich in Falkenrehde.
Christine und Tomas Tamberg in ihrem Taglilienreich in Falkenrehde. © Foto: Balzer
Wolfgang Balzer / 17.07.2017, 18:44 Uhr
Falkenrehde (MOZ) Rund 60 Hemerocallis-Züchter aus dem gesamten Bundesgebiet waren am vergangenen Wochenende begeistert von der Blütenpracht der Taglilien im Zuchtgarten von Christine und Tomas Tamberg in der Falkenrehder Potsdamer Allee 8b. Hier trafen sie sich nach 2009 bereits zum zweiten Mal zu ihrem jährlichen Erfahrungsaustausch.

Mehrere tausend Sorten zeigen sich in diesen Tagen dort in ihrer schönsten Blütenpracht. Darunter auch "From China with Love" mit ihren zarten, kräftig gelben Blüten. Es ist eine der rund 100 Eigenzüchtungen des Züchterehepaares. "Es gibt aber sehr verschiedene Gelbtöne, mit einem Auge in der Mitte und mit Rand oder nur mit Rand und auch mit verschiedenen Schlundfarben. Es sind große, runde, schmale, dünne und auch kleinblütige Sorten", erläutete Christine Tamberg und blickt dabei auf die bunte Farbenpracht auf immerhin 4500 Quadratmeter, voll mit den schönsten Taglilien in allen erdenklichen Farben und Blütenformen.

Nur blaue Blüten suche man vergebens, meinte sie. Seit 40 Jahren züchtet sie gemeinsam mit ihrem Mann Tomas Tamberg Hemerocallis (Taglilien). Weltweit sind es inzwischen 80.000 Sorten, die bei der Weltregistrierungseinrichtung in den USA angemeldet wurden, merkte Tomas Tamberg an und verweist mit Stolz darauf, dass alle seine rund 100 Eigenzüchtungen inzwischen auch in den USA registriert sind. Zwei davon sind "Orange von Falkenrehde" und "Stern von Falkenrehde", die sie ihrem Ort gewidmet haben. Mehrere Helfer waren einen Tag vor dem Besuch der Taglilien-Züchter der Fachgruppe Hemerocallis in der Gesellschaft der Staudenfreunde damit beschäftigt, die Blüten dieses Tages abzuzupfen. "Das ist eine schlimme Sache", gab Tomas Tamberg zu. Aber es müsse sein. Da die Blüten der Taglilien ihrem Namen entsprechend nur einen Tag ihre ganze Pracht entfalten, sollten die Taglilienfreunde am nächsten Tag bei ihrem Erfahrungsaustausch die hunderttausende Blüten nur in geöffneter Form bewundern. Der unermessliche weltweite Züchterfleiß wird deutlich, wenn man weiß, dass die gesamte Pracht der 80.000 Taglilienvarianten von nur 22 Wildformen stammen, die zwischen Südchina und Kamtschatka beheimatet sind, meinte Tomas Tamberg. Jedes Jahr kämen einige tausend Sorten dazu, erzählte er, als er gerade mit dem Staubgefäß der einen Sorte den Stempel einer anderen befruchtete. Dann ist Geduld gefragt. Zwei Jahre später, wenn aus dem Samen eine blühende Taglilie geworden ist, kann der Züchter sehen, ob die Verbesserung zur Registrierung als neue Sorte reicht. Vor rund 40 Jahren hat er mit seiner Gattin in seinem großen Hausgarten in Berlin-Lichterfelde sein Hobby zum Beruf gemacht. Nach der Wende kamen sie auf die Idee, ihre Züchtungsarbeit auf das familieneigene Grundstück in Fakenrehde auszuweiten. In den vielen Jahren als Taglilienzüchter pflanzten sie auf den beiden Grundstücken einige tausend Sämlinge, aus denen sie die nun registrierten neuen Sorten gezüchtet hätten, erzählte er mit Stolz

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