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"Wir wollen nicht stehenbleiben"

Planungen für Rennspektakel laufen: Der Motorclub Dreetz hat sich große Ziele für die Zukunft gesetzt. Neben dem Ausbau der Vereinsanlage soll 2019 das hochklassige ADAC Masters, die stärkste europäische Rennserie, die Zuschauer verzücken.
Planungen für Rennspektakel laufen: Der Motorclub Dreetz hat sich große Ziele für die Zukunft gesetzt. Neben dem Ausbau der Vereinsanlage soll 2019 das hochklassige ADAC Masters, die stärkste europäische Rennserie, die Zuschauer verzücken. © Foto: Thomas Klemm
Ingmar Höfgen / 19.07.2017, 21:18 Uhr
Dreetz (MZV) Große Ziele setzen sich die Motocrosser aus Dreetz für die kommenden Jahre. Aber diese betreffen nicht nur den sportlichen Bereich. Auf der heimischen Anlage soll einiges ausgebaut werden, damit 2019 das ADAC Masters, die stärkste europäische Rennserie im Motocross, dort Station machen kann.

Thomas Wichert hat mit dem Motorclub (MC) Dreetz bald etwas gemein. Wenn im Oktober der Vereinsgeburtstag gefeiert wird, dann sind beide 27 Jahre alt. Für einen Verein ist das kein Alter. Und für einen Sportler ist es üblicherweise kein Alter, um bereits im Vereinsvorstand mitzuarbeiten. Seit etwa drei Jahren stellt die Generation, zu der auch Thomas Wichert zählt, in Dreetz aber die Mehrheit im Vorstand, unterstützt von zwei, drei erfahrenen Männern. Thomas Wichert ist für die Pressearbeit zuständig.

Man muss das wohl vorausschicken, um zu verstehen, was in Dreetz in den nächsten Jahren passieren soll und vor allem warum. Warum etwas, das eigentlich gut läuft und das von vielen Kennern in der ganzen Republik geschätzt wird, eine Nummern größer werden soll. Der verjüngte Vorstand hat große Pläne, und er hat die wichtigsten Schritte dafür schon getan. "Wir wollen nicht stehenbleiben", sagt Thomas Wichert, "weil unser Gelände mehr hergibt". Er ist guter Dinge, dass 2019 erstmals die ADAC Masters-Serie in Dreetz Station macht. Sie gilt als die stärkste europäische Motocross-Serie. Vom Niveau her sei sie gleich hinter der Weltmeisterschaft einzuordnen.

Der erste Erfolg, den der MC Dreetz vermelden kann: Der ADAC hat den Bundesendlauf im September 2018 verbindlich nach Dreetz vergeben. Dann kommen die besten Amateur-Nachwuchsfahrer aus ganz Deutschland und fahren um den Sieg sowie um wertvolle Ausrüstung der Hersteller. Dieses Ereignis diene als Probelauf für ein mögliches Masters-Rennen im Ruppiner Land im folgenden Jahr, sagt der Pressesprecher. Die Zusage war zugleich das Signal, zahlreiche Bauprojekte anzugehen.

Den Anfang macht dabei ein neues "Welcome-Center" für die Sportler - zwei Bürocontainer, in denen Anmeldung und der weitere Papierkram erledigt werden kann. Zuerst davon profitieren werden die Kinder und Seitenwagenfahrer, die am 7. und 8. Oktober bei der Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg starten werden. Darüber hinaus soll mit der Erweiterung des Fahrerlagers noch in dieser Saison begonnen werden. Teilweise, sagt Wichert, reisen die Rennteams mit 40 Tonnen schweren Lkw an.

Noch größere Aufgaben stehen im kommenden Jahr an. Für die Wettkämpfe besonders wichtig, soll eine eigene Bewässerungsanlage für perfekte Bedingungen sorgen. Sprenger, die ein- und ausgefahren werden können, sollen neben der Strecke eingebaut werden. Das verbessern sich auch deutlich die Trainingsmöglichkeiten auf der öfter staubenden Anlage.

Und auch die Stromversorgung an und neben der Strecke soll sich deutlich verbessern. "Hierbei wollen wir auch mit ein Lehrlingsprojekt von Eon-Edis zusammen zu arbeiten, wovon beide Seiten profitieren", sagt Wichert. Es sollen dabei belastbare Stromkreise verlegt werden, die an Renntagen weitgehend von eigenen Notstromaggregaten versorgt werden. Soweit es geht, werden Arbeiten in Eigenleistung erledigt - so bei den Containern, dem Fahrerlager oder auch dem Ausheben von Gräben für Strom- und Wasserleitungen. Auch Förderprogramme hat man im Visier.

Als Vergleichsmaßstab für die eigene Vorstandsarbeit nennt Wichert Vereine wie den MSC Teutschenthal (Sachen-Anhalt), westlich von Halle gelegen, der in jedem Jahr ein Weltmeisterschafts-Grand-Prix-Wochenende ausrichtet und dazu über 40 000 Fans empfängt. "Deshalb wollen wir, dass unser Verein, das Gelände und alles, was damit zu tun hat, weiter wächst." Und deshalb arbeitet man in Dreetz jetzt konzentriert auf den September 2018 hin. "Das Privileg, die ADAC MX Masters einmal austragen zu dürfen, bekommen nicht viele", sagt Wichert.

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