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Potenzielle Bewerber um Amt des Bad Freienwalder Bürgermeisters stellen sich in Hohenwutzen vor

Brücke beherrscht Wahlkampf

Sind guter Dinge - von links: Lars Günther (AfD), Leonie Schölzel (BVB/Freie Wähler), Hermann Winking (Einzelkandidat, parteilos),Jutta Lieske (SPD) und Ralf Lehmann (Amtsinhaber, parteilos) streben das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Freienwalde an.
Sind guter Dinge - von links: Lars Günther (AfD), Leonie Schölzel (BVB/Freie Wähler), Hermann Winking (Einzelkandidat, parteilos),Jutta Lieske (SPD) und Ralf Lehmann (Amtsinhaber, parteilos) streben das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Freienwalde an. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 20.07.2017, 19:45 Uhr
Hohenwutzen (MOZ) Die potenziellen Bewerber um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Freienwalde haben sich am Mittwochabend den Fragen der Bürger der Inselgemeinden gestellt. Einen großen Raum nahm erneut der Abriss der Brücke in Bad Freienwalde ein.

Nach der Podiumsdiskussion am Montagabend in der Nikolaikirche lud Petra Lunow, Ortsvorsteherin von Hohenwutzen, die potenziellen Kandidaten ins Dorfgemeinschaftszentrum ein. Die Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Inselgemeinden in der Bad Freienwalder Stadtverordnetenversammlung wollte den Bewohnern der Ortsteilen auf der Insel die Chance geben, ihre Fragen loszuwerden. Fünf Gesprächspartner standen zur Auswahl: Lars Günther (AfD), Leonie Schölzel (BVB/Freie Wähler), Hermann Winking (Einzelkandidat, parteilos) und Jutta Lieske (SPD) streben das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Freienwalde an und Amtsinhaber Ralf Lehmann (parteilos) will das Mandat behalten. Es sei ein Amt auf Zeit, daher bewerbe er sich genauso wie die anderen Kandidaten. Sie waren am Mittwochabend noch vorläufige Bewerber. Denn erst der Wahlausschuss, der am Donnerstagabend tagte, entscheidet darüber, wer tatsächlich auf dem Wahlzettel zugelassen wird. Elfgart Turowski aus Schiffmühle brachte erneut das Brückenthema zur Sprache und wollte vom Bürgermeister wissen, ob die Stadt schon eine Baugrunduntersuchung vorgenommen habe und der Beton überprüft worden sei. "Wir haben den Baugrund untersuchen lassen, vor allem unter dem Gesichtspunkt von Altlasten", sagte Lehmann. Es sei nichts Beunruhigendes gefunden worden. Der Beton sei noch nicht untersucht worden. Nach einer weiteren Frage von Ursula Wendlandt ließ Petra Lunow, die kurze Antworten forderte, noch eine Runde zu.

Die Berechnungen lassen einen Kreisverkehr zu. "Er ist verkehrsorganisatorisch berechenbar", sagte Ralf Lehmann. "Die Brücke ist die optimale Lösung. Hätte man sie vernünftig gestaltet und gepflegt, sähe sie anders aus", erklärte Hermann Winking.Die Brücke sei bereits vor 14 Jahren beanstandet worden. Hätte das Land der Stadt den Moorbadstatus aberkennen wollen, wäre es längst passiert, erklärte Leonie Schölzel. Lars Günther plädierte für den Abriss. Er sieht in der Brücke ein finanzielles Risiko. Das Problem werde nur in 20 bis 30 Jahren auf die folgende Generation verlagert. Die Brücke sei ein städtebaulicher Missstand und tauche in allen Stellungnahmen des Landesfachbeirates auf, erklärte Jutta Lieske. Sie ist für den Abriss, die Stadt müsse für die Ortsumfahrung kämpfen.

Petra Lunow ließ aufgrund von Protesten keine Frage zur Brücke mehr zu und entzog Helmut Mette, der sich daran nicht halten wollte, unter Beifall das Wort.

Auf die Frage nach der Zusammenarbeit mit den Ortsteilen sagte Leonie Schölzel: "Wenn ich an Bad Freienwalde denke, denke ich an das Große und Ganze. Es gibt keine übergeordnete Kernstadt." Ralf Lehmann erklärte, dass von 19,8 Millionen Euro Investitionen zwischen 2010 und 2015 zehn Millionen in die Kernstadt und fünf Millionen in die Ortsteile geflossen seien. Dies seien 1900 Euro pro Kopf in der Kernstadt und 1100 pro Kopf in den Ortsteilen. Er werde daher so weiter machen wie bisher

"Mit den Ortsteilen reden, reden, reden", erklärte Herrmann Winking. "Negative Dinge müssen angesprochen und berücksichtigt werden", sagte Lars Günther. Die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen sei vor allem ein Kommunikationsproblem, so Jutta Lieske. Der Bürgermeister müsse regelmäßig an Ortsbeiratssitzungen teilnehmen.

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