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Storkower stellen in Fischgalerie Köllnitz aus

Interessiert: Ursel Wiesener und Anne Gerlach beim Betrachten einer "Tänzerin" von Silvia Schott (v. l.)
Interessiert: Ursel Wiesener und Anne Gerlach beim Betrachten einer "Tänzerin" von Silvia Schott (v. l.) © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 22.07.2017, 06:20 Uhr
Groß Schauen (MOZ) "Diese Bilder sind sehr schön", erkennt Silvia Schott an. Sie meint zwei Kinderporträts in Kreide, die bis Ende August in der Fischgalerie der Fischereigenossenschaft Köllnitz in Groß Schauen hängen. Gemalt hat sie Sigrid Baumberger, eine der vier Laienkünstlerinnen, die sich im Malkreis des Burg-Kultur-Vereins Storkow zusammengefunden haben und jetzt hier gemeinsam ausstellen.

Von Sigrid Baumberger, die gern Aquarelle Ton in Ton malt, ist auch, angelehnt an die hiesige Landschaft, eine Kopfweide am Fließ zu sehen. Silvia Schott gehört selbst zu den Ausstellerinnen. Sie war von 1969 bis 1973 klassische Tänzerin an der Deutschen Oper in Berlin-West und hatte danach 28 Jahre lang eine private Ballettschule in Berlin-Tegel. Im August 2016 zog sie nach Storkow. "Sie hat einmal bei uns reingeguckt und gehört seitdem zu uns", freut sich Anne Gerlach, die Leiterin des Kunstkreises. Ihr Thema, das sie in Aquarellen und Acrylmalerei umsetzt, ist Bewegung und Musik, wie sie selbst sagt, "denn Tanz und Musik gehören zusammen."

Auf sechs Bildern sind Tänzerinnen dargestellt in ihren dekorativen Kostümen. Bei einem Bild umschließt ein Gewand die grazile weibliche Figur, sodass das Arrangement wirkt wie eine Blüte, bewundert Anne Gerlach die Komposition. Außerdem sind vier Musikanten mit verschiedenen Instrumenten zu sehen. Flöte, Saxophon, ein Cello und ein Flügel sind zu erkennen.

Anne Gerlach selbst stellt Köllnitz im Aquarell dar. Die Bilder aller vier Ausstellerinnen sind in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden. "Eine Ansicht von Köllnitz ist schon historisch, denn einen der Bäume gibt es nicht mehr", erklärt die Leiterin. In Acryl sind auch die Burg Storkow, die Gaststätte Alter Weinberg und der Storkower See zu erkennen. Aber es gibt von ihr auch reine Fantasielandschaften, die aber an das Landschaftsbild hier angelehnt sind.

Wieder ganz anders sind die Bilder von Ursel Wiesener. Ihr Ehemann Adolf züchtet Vögel, und so zeigt sie diesmal eine Reihe von fein ausgearbeiteten Fantasievögeln auf blühenden Zweigen. Sie erinnern an edle Porzellanmalerei, wie sie an königlichen Manufakturen üblich war. Ihre Blumenarrangements in Acryl und Aquarell sind farbenfreudig dekorativ.

Alle Bilder sind für einen Preis zwischen 15 und 150 Euro verkäuflich. "Weil ich es eigentlich nicht verkaufen will", ist die Erklärung von Silvia Schott, wie der Maximalpreis zustande kommt. Anne Gerlach erinnert an den Aufwand: "Man sitzt und sitzt, und es steckt so viel Arbeit drin." Und Ursel Wiesener ergänzt, dass Rahmen und Passepartouts ziemlich teuer sind.

Ab 26. August wird eine neue Ausstellung zu sehen sein. Die Berlinerin Sabine Kiesow mit Zweitwohnsitz in Storkow zeigt dann in Acryltechnik vorwiegend Landschaften.

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