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Zum Dorffest zählt der Ort mehr als 170 Gäste

Fest mit Seifenblasen, Fußballbubble und Schrotsäge

Emely May übt beim Dorffest mit der Seifenblasen-Schlaufe.
Emely May übt beim Dorffest mit der Seifenblasen-Schlaufe. © Foto: Stefan Csevi
Michael Dietrich / 24.07.2017, 07:50 Uhr - Aktualisiert 24.07.2017, 21:38
Görlsdorf (MOZ) Wieder hat es geregnet zum Dorffest. Alle zwei Jahre richtet der Ort ein Dorffest aus. Vor zwei Jahren setzte der Regen beim Tanz ein, diesmal bekamen die Dobbi-Sisters, verstärkt um Tino Belde, schon am Nachmittag nasse Haare beim Auftritt. Görlsdorf feierte am Sonnabend mit Programm, selbstgebackenem Kuchen, Musik und mehr als 170 Gästen. Und Görsdorf hat nur 165 Seelen. Die Bierzeltbänke unter den Pavillons waren bis auf den letzten Sitz besetzt.

Bernd Winkler moderierte das Festprogramm mit einem Zauberer, den Dobbi-Sisters und einer Feuershow, stellte den jüngsten Görlsdorfer Zuzug vor, Öko-Bauer Magnus Knigge, der seinen halben Hektar Land nur mit Handarbeit bewirtschaftet und Mangold, Zuchini oder Zwiebeln anbaut. Adelheit Lehmann vom Reiterhof in Sternfelde ließ Kinder auf einem Pony reiten. Der Nachwuchs konnte sich schminken lassen, in die durchsichtigen Bälle von Christian Sommerfeld vom Verein aus Mürow steigen und Bubblefootball ausprobieren. Arne (12) und sein Kumpel Leroy (13) schwitzten bei Thomas Götze am Holzsägestand. 1,45 Minuten brauchten sie, um mit der Schrotsäge eine Scheibe vom Stamm abzutrennen.

Am 22.07.2017 feierten die Görlsdorfer ihr Dorffest.
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Görlsdorfer Dorffest

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Das Fest in Görlsdorf ist noch ein echtes Dorffest, wo ein Kaffee einen Fünfziger kostet und ein von den Görlsdorfern selbstgebackener und gespendeter Kuchen einen Euro. Das Bier ist mit 2,50 Euro auch nicht zu teuer. Unter den Festzelten wurde gequatscht und einander zugeprostet. Gäste am Bierwagen witzelten über das Helene Fischer-Double von den Dobbi-Sisters, weil die mit ihren zehn Zentimeter langen Pfennigabsätzen fast im aufgeweichten Rasen des Festplatzes steckenblieb. Schnell machen alle wichtigen Neuigkeiten die Runde, etwa die, dass derzeit gleich fünf Görlsdorferinnen in freudiger Erwartung sind. Auch die Frau des Öko-Bauern. "Über so viel Nachwuchs freuen wir uns natürlich", gab Ortsvorsteher Christian Schmidt, selbst Vater von zwei Kindern, gern zu. "Wir brauchen überall dringend neue Mitstreiter, ob in der Freiwilligen Feuerwehr oder im Ortsbeirat." Bis da der Nachwuchs einspringen kann, werden aber wohl noch einige Dorffeste ins Land gehen.

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