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Die L 422 zwischen Kohlsdorf und Tauche ist nur 5,2 Meter breit - wegen der Sperrung auf der B 87 wird sie auch von Lkw befahren

Brummi steckt im Bankett fest

Schräglage: Ein polnischer Lkw-Fahrer ist von der Landesstraße 422 abgekommen und hat sich im feuchten Bankett festgefahren - ohne fremde Hilfe kam er da nicht mehr raus.
Schräglage: Ein polnischer Lkw-Fahrer ist von der Landesstraße 422 abgekommen und hat sich im feuchten Bankett festgefahren - ohne fremde Hilfe kam er da nicht mehr raus. © Foto: MOZ/Tatjana Littig
Tatjana Littig / 25.07.2017, 18:19 Uhr
Kohlsdorf (MOZ) Auf der Landesstraße 422 zwischen Kohlsdorf und Tauche ist am Dienstagnachmittag ein polnischer Lkw-Fahrer von der Straße abgekommen und hat sich im feuchten Bankett festgefahren. Gegen 14 Uhr ging die Alarmierung in der Leitstelle Oderland ein. Ein Kollege sei an der Unfallstelle vorbeigefahren und habe es gemeldet, teilt Matthias Michaelis vom Polizeirevier in Eisenhüttenstadt mit, der die Unfallstelle mit einem weiteren Kollegen sicherte.

Der Lkw, der 24 Tonnen Holzbriketts geladen hatte, war auf dem Weg von Danzig nach Lutherstadt Wittenberg. Nach eigenen Angaben, durch die Polizei übermittelt, sei ihm ein anderer Lkw auf seiner Fahrbahn entgegengekommen. Michaelis hält das für eine Schutzbehauptung. "Aufgrund der Spurenlage", erklärt er. Demnach deute nichts darauf hin, dass er Gegenverkehr gehabt habe. "Unaufmerksamkeit und bestimmt auch zu schnelles Fahren", hält er für wahrscheinlicher.

Geklärt ist die Ursache indes nicht. Fest steht aber: Durch die Sperrung der Bundesstraße 87 zwischen Beeskow und Ranzig wird der Verkehr umgeleitet über Kohlsdorf, Tauche und Stremmen. Die Folge: Es ist viel los auf der Strecke. "Man muss vorausschauend fahren", warnt der Polizist. Die L 422 ist bloß 5,2 Meter breit, ein Lkw über 2,5 Meter - es bleiben keine 20 Zentimeter zum Passieren.

Wäre das Bankett nicht aufgeweicht, so vermutet Michaelis, wäre der Lkw-Fahrer auch ohne fremde Hilfe wieder rausgekommen, so aber sei er weiter gefahren und habe sich zu tief eingegraben. "Der hängt ja bis zum Unterfahrschutz fest", betont er. Zur Hilfe wurde das Abschleppunternehmen Walter aus Peitz gerufen. Gegen 16.30 Uhr erreichte Inhaber Dietmar Walter die Unfallstelle. Weitere Kollegen kamen mit einem Kran hinzu. "Wir werden versuchen die Plane aufzuschieben, um dann mit dem Kettengehänge ranzukommen und das Fahrzeug rauszuziehen", erklärte Walter das Prozedere.

Für Bergungsarbeiten wurde eine rund zweistündige Sperrung eingerichtet - von der Kohlsdorfer Chaussee in Beeskow bis zur Einmündung nach Falkenberg kurz hinter der Unfallstelle.

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