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Regen erschwert Brückenbau an der L 213

Es geht voran: Eine riesige Baggerschaufel befördert Sand aus der Grube. Damit das dahinter liegende Rohr entfernt und die neue Fahrbahn errichtet werden kann, will der Landebetrieb Straßenwesen das Problem mit der Nässe in den Griff bekommen.
Es geht voran: Eine riesige Baggerschaufel befördert Sand aus der Grube. Damit das dahinter liegende Rohr entfernt und die neue Fahrbahn errichtet werden kann, will der Landebetrieb Straßenwesen das Problem mit der Nässe in den Griff bekommen. © Foto: Wiebke Wollek/MOZ
Wiebke Wollek / 26.07.2017, 19:58 Uhr
Freienhagen (MOZ) Ihr 100. Geburtstag wäre in drei Jahren gewesen. Doch die Brücke über den Fließgraben am Freienhagener Ortseingang musste Ende April abgerissen werden. Seit Mitte dieses Monats stehen die Brückenwiderlager für die neue Brücke. Nun sorgt der Regen für Schwierigkeiten.

Bis jetzt lief alles nach Plan. Spätestens Ende November sollen die ersten Autos über den Neubau in Freienhagen rollen. Damit der Termin eingehalten werden kann, arbeitet der für die L 213 zuständige Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg gerade an einer Lösung für das Regenproblem. "Wir haben Schwierigkeiten mit dem Wasserstand im Fließgraben", sagt André Steidtmann aus der Dienststätte Eberswalde. Zur Zeit fließt das Wasser über ein dickes Rohr von der Oberseite des Fließgrabens, der die anliegenden Wiesen entwässert, mitten durch die Baugrube zur gegenüberliegenden Seite in Richtung Kanal. Wenn es - wie in den vergangenen Wochen häufig der Fall - über viele Stunden stark regnet, kann es vorkommen, dass der Fließgraben Wasser durch die Seitenwände der Baugrube drückt. Dann muss abgepumpt werden.

Mitte Juni wurde das Fundament für die neue Brücke errichtet, am 10. Juli sind die Brückenwiderlager betoniert worden. Darauf sollen sich bald die Enden des Brückenüberbaus stützen. Doch bevor die neue Fahrbahn gebaut werden kann, muss es trockener werden. Denn das Rohr, das derzeit durch die Baugrube führt, wird dann entfernt. Ob bis dahin weitere Maßnahmen zur Entwässerung der Grube getroffen werden müssen, hängt nun vor allem von der Wetterlage ab.

Heute findet eine weitere Baubesprechung vor Ort statt, bei der sich André Steidtmann erneut ein konkretes Bild von der Lage in Freienhagen verschaffen wird.

Die Vorbereitungen für den Brückenneubau haben im Dezember vergangenen Jahres begonnen. Dazu mussten zunächst einige Bäume gefällt werden. Das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege am Rand der Straße wurde mit einer Bretterwand gesichert. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbei geleitet. Autofahrer müssen einige Minuten an der Ampel warten. Abgesehen davon gibt es aber laut Landesbetrieb Straßenwesen keine größeren Beeinträchtigungen - trotz des hohen LKW-Aufkommens.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme inklusive Abriss und Neubau betragen 655 000 Euro. Diese Summe wird fast komplett vom Land Brandenburg getragen. Einen Anteil zahlt auch die Stadt Liebenwalde als zuständige Kommune.

Die alte Brücke musste abgerissen werden, weil sie sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand befunden hat. Der Landesbetrieb Straßenwesen überprüft alle Brücken auf Landesstraßen in regelmäßigen Abständen und hat im Prüfbericht von 2013 für die Brücke in Freienhagen starke Verwitterungen des Ziegelmauerwerks, Abplatzungen, Risse und Durchfeuchtungen festgestellt. Ebenso waren die einbetonierten Walzträger teilweise stark angerostet. Hinzu kam, dass die Fahrbahn für heutige Verhältnisse zu schmal war - zumal sich auf einer Seite noch ein kombinierter Geh-Radweg befunden hat. Wenn sich zwei LKW begegnet sind, kamen sie zwar noch aneinander vorbei, aber es blieb wenig Platz für mögliche Ausweichmanöver.

Wenn die neue Trasse fertig ist, steht sie sich zwar in etwa an der gleichen Stelle wie die alte, doch die Kurve wird etwas entschärft, heißt es vonseiten der Planer. Damit verläuft die Fahrbahn gerader als es in den vergangenen fast 100 Jahren der Fall war.

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