Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gemeinde Ahrensfelde und die Stadt Werneuchen fordern mehr Zugfahrten auf der RB-25-Strecke

Forderung nach 30-Minuten-Takt für Regionalbahn

Kai-Uwe Krakau / 27.07.2017, 08:00 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Die Gemeinde Ahrensfelde und die Stadt Werneuchen setzen sich in einem Schreiben an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider für eine Taktverdichtung auf der Regionalbahn-Linie 25 ein.

Den Wunsch nach mehr Fahrten zwischen Berlin-Ostkreuz und Werneuchen gibt es schon länger, nun erhöhen die beiden Kommunen den politischen Druck. In einem Positionspapier - die Gemeindevertretung Ahrensfelde hat es bereits verabschiedet - wird das zuständige Ministerium aufgefordert, eine "Taktverdichtung intensiv zu prüfen". Dabei werden je Stunde zwei Fahrten pro Richtung angestrebt, bisher gibt es lediglich stündliche Abfahrten.

In dem Schreiben verweisen die Kommunen zunächst auf die im Zuge der vom Potsdamer Ressort durchgeführten "Korridoruntersuchung" auf die zu erwartenden positiven Fahrgastentwicklungen im schienengebundenen Regionalverkehr. Dies treffe insbesondere auch auf die Regionalbahn-Linie zwischen der Hauptstadt und Werneuchen zu. Mit der Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie des öffentlichen Personennahverkehrs leisteten die Kommunen bereits einen nicht unerheblichen Beitrag zur Förderung des Umweltverbundes, heißt es. Dieser würde mit einer Taktverdichtung auf 30 Minuten pro Stunde noch weiter erhöht. Damit dies möglich werde, seien zwingend eine Kreuzungsmöglichkeit in Blumberg sowie eine "Kapazitätsbereitstellung der Infrastruktur auf dem Streckenabschnitt Berlin-Lichtenberg - Berlin-Ostkreuz notwendig". In ersten Planungsgesprächen habe die Deutsche Bahn bereits zugesichert, dass in Blumberg eine solche Variante geschaffen werde.

Beide Kommunen gehen auch auf den Plan ein, lediglich eine Erhöhung der Fahrzeugkapazität zu verfolgen. Dies sei aus Sicht der Gemeinde Ahrensfelde und der Stadt Werneuchen aber nicht nachvollziehbar. Durch die Attraktivitätssteigerung des Regionalbahnverkehrs könnten insbesondere die steigenden Pendlerfahrten aufgefangen und verringert werden. Dies gelte vor allem für die Bundesstraße 158, die zu Stoßzeiten bereits völlig überlastet sei. Eine Angebotserweiterung im Schienenverkehr führe gemeinsam mit der seit Jahren geplanten Ortsumfahrung zu einer spürbaren Entlastung, zeigen sich die Kommunen überzeugt. "Sollte eine Taktverdichtung auf dem Streckenabschnitt Lichtenberg - Ostkreuz aufgrund von Kapazitätsengpässen zunächst nicht realisierbar sein, wäre aus unserer Sicht eine Taktverdichtung zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Ahrensfelde und Werneuchen erstrebenswert", heißt es abschließend in dem Schreiben an Ministerin Schneider.

Die Gemeindevertretung Ahrensfelde hat das Positionspapier einstimmig beschlossen. Auf Antrag der Freien Wählergemeinschaft wurde noch die Forderung nach zwei weiteren Fahrten am späten Abend aufgenommen. Dies sei besonders für Menschen wichtig, die das kulturelle Angebot in der Hauptstadt nutzen wollten. Eine letzte Fahrt um 0.20 Uhr oder 1.20 Uhr ab Ostkreuz wäre wünschenswert, hieß es. Derzeit verlässt der letzte Zug um 22.20 Uhr die Berliner Station.

Die Stadt Werneuchen hat sich bisher noch nicht mit dem Thema beschäftigt, steht aber nach den Worten von Bürgermeister Burkhard Horn hinter der Forderung. "Die Ausschüsse werden sich noch mit der Sache beschäftigen", sagte der Linken-Politiker. Einen Beschluss zum Positionspapier werde es voraussichtlich in der Sitzung der Stadtverordneten am 21. September geben.

"Ich fände es gut, wenn die Züge abends länger fahren würden", sagte Peter Kirchner am Mittwoch. Der Ahrensfelder und seine Frau sind begeisterte Theatergänger und müssen oft mit dem Auto fahren. "Die Parkplatzsuche in der Berliner City nervt", so Kirchner.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG