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Kommende Woche finden Arbeiten in Lindenberg statt / Eine Straßenquerung wird errichtet - wegen neuen Bahnsteigs

Bundesstraße am Bahnübergang gesperrt

Bald Geschichte: Der Bahnsteig in Lindenberg soll verlegt werden - auf die Seite des Sportplatzes.
Bald Geschichte: Der Bahnsteig in Lindenberg soll verlegt werden - auf die Seite des Sportplatzes. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 28.07.2017, 06:43 Uhr
Lindenberg (MOZ) In der kommenden Woche wird die Bundesstraße 246 am Bahnübergang in Lindenberg gesperrt. Darüber informiert das bauausführende Unternehmen, die BUG Verkehrsbau AG aus Berlin. Grund für die Sperrung: Es wird eine Straßenquerung in offener Bauweise errichtet. Was das bedeutet erklärt Burkhard Ahlert, Pressesprecher bei der Deutschen Bahn für Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Die Straße wird geöffnet und ein Graben hergestellt. "In diesen werden dann Leerrohre verlegt" - "für Kabel und Leitungen", ergänzt Tobias Kasparick, Bauamtsleiter in der Gemeinde Tauche. Anschließend wird alles verfüllt und der Straßenbelag wieder hergestellt.

Erledigt werden sollen die Arbeiten in einer Woche. Die Sperrung wird am Montag, 7 Uhr, eingerichtet und am Freitag, 16 Uhr, wieder aufgehoben. Autofahrer aus Richtung Beeskow müssen über Ahrensdorf, Behrensdorf, Wendisch Rietz Siedlung und Glienicke ausweichen.

Von der Baumaßnahme ist nur der Straßenverkehr betroffen. "Bei uns geht der Betrieb regulär weiter", teilt Corinna Alder, Pressesprecherin bei der NEB, der Niederbarnimer Eisenbahn, mit. Die NEB verkehrt auf der Strecke zwischen Königs Wusterhausen und Frankfurt (Oder) mit Halt in Lindenberg. "Es gibt erst ab Mitte September eine Maßnahme, die den Zugverkehr betrifft", informiert sie.

Die Arbeiten, die in der kommenden Woche in Lindenberg erfolgen, sind nämlich nur die Vorhut. Es sind "Vorleistungen für den Bahnsteigneubau Lindenberg ab September 2017 sowie für das Elektronische Stellwerk Lindenberg ab 2018", teilt Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation Berlin der Deutschen Bahn mit.

Der Bahnsteigneubau soll auf der Seite des Sportplatzes realisiert werden - auf bahneigenem Gelände und unter Einhaltung der Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung (kurz: EBO). In der EBO geregelt sind beispielsweise Höhe und Abstand zum Gleis, Beleuchtung und Barrierefreiheit. Eine Leuchttafel kündigt Ahlert zudem als neue Bahnsteig-Ausstattung an.

Warum bedarf es aber überhaupt eines Neubaus? "Der alte Bahnsteig ist nicht mehr EBO-gerecht", antwortet Ahlert. Außerdem befindet sich die Zuwegung zum Bahnsteig auf Privatgelände nachdem das Empfangsgebäude 2009 verkauft wurde. Die Gemeinde hat 2015 versucht, zu intervenieren und für 4500 Euro einen Gehweg links des eingezäunten Geländes gebaut - doch der Gehweg wird nicht genutzt. Wie es in Zukunft mit dem Park&Ride-Vorhaben weitergeht, das Tauche am Bahnhof in Lindenberg umsetzen wollte, ist ungewiss. "Bis endgültig klar ist, was die Bahn macht, werden wir keinen Finger rühren", kommentiert Bürgermeister Gerd Mai.

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