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Ausstellung "Ein Fluss verbindet" wandert von Hohenwutzen ins Oderbruch Museum Altranft

Zwei Jahre in Dokumentation investiert

Visuelles Erinnern: Hans-Peter von Kirchbach (l.) ließ sich von Manfred Utecht vom THW-Ortsverband Seelow die Ausstellung "Ein Fluss verbindet" erläutern.
Visuelles Erinnern: Hans-Peter von Kirchbach (l.) ließ sich von Manfred Utecht vom THW-Ortsverband Seelow die Ausstellung "Ein Fluss verbindet" erläutern. © Foto: MOZ/Heike Jänicke
Heike Jänicke / 01.08.2017, 07:15 Uhr
Hohenwutzen (MOZ) Vor 20 Jahren konnten die Menschen im Oderbruch erst einmal aufatmen. Der Deich, der am Kilometer 70,4 zu brechen drohte, war gehalten worden. Am Sonnabend erinnerten die Hohenwutzener mit einer Gedenkfeier und dem anschließenden Straßenfest in der Neuglietzener Straße an die Hochwasserflut.

Dort, auf der Festwiese am Oderdeichfuß, hatten die Mitglieder des THW-Ortsverbandes Seelow eine Ausstellung aufgebaut. Inhaltlich beschäftigte die sich mit dem Jahrhunderthochwasser. Zwei Jahre haben die Männer um Manfred Utecht in die Exposition investiert. Vor allem das Sichten des umfangreichen Materials sei ein großes Problem gewesen, gibt Manfred Utecht zu. Aus allen Teilen Deutschlands seien damals Bilder und Berichte von Einsatzkräften bei ihm eingegangen. Das Ergebnis ist beeindruckend. Auf mehreren Tafeln ist eine anschauliche Dokumentation gelungen. Sie zeigt das Ausmaß der Katastrophe von 1997, beginnend im Quellgebiet bis nach Hohenwutzen. Einer, der sich für die Ausstellung besonders interessierte, war Hans-Peter von Kirchbach. Als General verantwortete er vor 20 Jahren den Einsatz der Bundeswehr im Oderbruch. Der 75-Jährige ließ sich denn nicht lange bitten, dem THW-Ortsverband Seelow eine Widmung ins Gästebuch zu schreiben und sich zu bedanken. Ab 3. bis zum 13. August ist die Wanderausstellung täglich von 11 bis 17 Uhr im Berg-Schmidt-Hof des Oderbruch Museums Altranft zu sehen.

Auch Hohenwutzens Ortsvorsteherin Petra Lunow war mit Dankbarkeit erfüllt. Einerseits für die Unterstützung von Bürgermeister Ralf Lehmann und der Stadt für das Bereitstellen von 1500 Euro für die Gedenkfeier. Andererseits für die große Hilfe der Bürger in Vorbereitung auf die Feier und das Straßenfest. Dazu gehören neben Familie Olaf Grafe und der Freiwilligen Feuerwehr Altglietzen-Hohenwutzen unter anderem die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins. Die 22 Frauen und Männer um Vorsitzende Petra Rühl hatten gemeinsam mit den von Dietmar Schade geleiteten Hohenwutzener Sportfischern die Versorgung mit Kaffee, Kuchen, Fischbrötchen und Knoblauch-Baguette übernommen. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte Fleischer Torsten Malitz die Besucher mit einem ordentlichen Schlag aus der Gulaschkanone verwöhnt.

Und wer mit dem Boot auf der Oder fahren wollte, der war bei Lutz Ahnert und Karsten Löbel vom THW richtig. Sie steuerten das Mehrzweckarbeitsboot der Fachgruppe Wassergefahren über den Fluss. Bis zum Abend wollte die Schlange der Wartenden nicht abreißen.

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