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Ende August können die ersten Mieter wieder in frisch sanierte Wohnungen des Kienbaumer Blocks

Bauarbeiter werkeln auf allen Etagen

Manja Wilde / 01.08.2017, 07:17 Uhr
Kienbaum (MOZ) Neue Rohre glänzen an den Wänden der Waschküche. Hardy Busch bohrt noch Löcher, um Steckdosen für Waschmaschinen und Trockner in dem Kellerraum einzusetzen. "In den Wohnungen sind wir schon fast fertig", sagt der Mitarbeiter der Elektrofirma M-Plus.

Auf allen Etagen werkeln Bauarbeiter derzeit im Aufgang D des Blocks in der Kienbaumer Puschkinstraße 9. Die Gemeinde lässt das in den 1970er-Jahren errichtete Haus umfassend sanieren. Im April mussten die Mieter des ersten Aufgangs ausziehen.

Jetzt riecht es überall nach frischer Farbe. Marcel Gernhardt steht auf der Leiter und streicht ein Bad. Unter der Abdeckfolie leuchten die neuen Fliesen und die Badewanne. "Dienstag oder Mittwoch sind wir hier fertig", sagt Gernhardt. Viele Fußböden strahlen in frischer Laminat-Optik. Überall liegen Pappschilder mit der Aufschrift: "Vorsicht, frisches Silikon". Roland Brendel hat begonnen, neue Innen-Türen einzubauen.

In der 34. Kalenderwoche, also Ende August, können die ersten Mieter in ihre "neuen" Wohnungen zurückziehen. In der gleichen Woche werden die von ihnen genutzten Übergangswohnungen gereinigt und von den nächsten Mietern bezogen, erklärt Heinrich Holderbein vom Grünheider Bauamt.

Rund 1,8 Millionen Euro lässt sich die Gemeinde die Sanierung kosten. In diesem Jahr kommen zwei Aufgänge an die Reihe, 2018 die beiden verbleibenden. "Ich bin erst nächstes Jahr dran", sagt Christel Pietschmann. Die Baugeräusche aus dem Nachbaraufgang nimmt die 80-Jährige gern in Kauf: "Es ist zwar alles hellhörig, aber es muss ja sein." Mittels Aushängen informiert Baustellenkoordinator Dieter Herrmann über vorübergehende Einschränkungen - zeitweilige Unterbrechung der Trinkwasserversorgung oder Gefahren durch herabfallende Teile beim Aufbau des Baugerüstes etwa.

Einen ungewöhnlichen Anblick bietet derzeit auch der bereits aufgebuddelte Fernwärme-Kanal zwischen den Häusern 8 und 9. Da sich in Haus 9 die Heizzentrale befindet, versorgt er das Nachbargebäude mit Wärme. "Der alte Kanal kommt weg", sagt Bauamtsleiterin Claudia Kulosa. Fernwärme wird aber auch künftig fließen - durch gut gedämmte Rohre. Einen Tag werde der Austausch nur dauern, hofft Holderbein. In dieser Zeit müssen die Mieter in Haus 8 auf warmes Wasser verzichten.

Während die Arbeiten alles in allem in etwa dem Zeitplan entsprechen, verzögert sich der Abriss der alten und die Montage der neuen Balkone erheblich. "Wir haben Probleme mit der Vergabe gehabt und müssen sie nun neu starten", räumt Holderbein ein. In diesem Jahr würden nun lediglich die Planungen fertiggestellt, der Austausch verschiebe sich hingegen ins nächste Jahr.

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