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Thomas Wjasmin enttäuscht über frühes EM-Aus der deutschen Fußballerinnen

Kennt sich im Frauenfußball aus: Thomas Wjasmin gewann mit dem OFC Eintracht und dem SV Friedrichsthal das Triple.
Kennt sich im Frauenfußball aus: Thomas Wjasmin gewann mit dem OFC Eintracht und dem SV Friedrichsthal das Triple. © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 01.08.2017, 08:30 Uhr - Aktualisiert 01.08.2017, 10:35
Friedrichsthal (OGA) Die Auftritte der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft haben auch Thomas Wjasmin enttäuscht. "Die Vorrunde war schon nicht berauschend. Und die Leistung im Viertelfinale war erschreckend", kommentierte der Trainer des Frauen-Kreisligisten SVFriedrichsthal das 1:2 gegen Dänemark. Im gesamten Turnier sei aus dem Spiel heraus nicht viel gelungen, die Laufbereitschaft ohne Ball sei dünn und die Fehlpassquote hoch gewesen. "Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte und was wir von dieser Mannschaft gewohnt sind." Gerade von Führungsspielerinnen wie Dzsenifer Marozsán sei er enttäuscht gewesen.

Ist Trainerin Steffi Jones noch zu halten? "Ja klar. Ob es unter einem anderen Trainer anders läuft, weißt du auch nicht. Es liegt an den Mädels selber und nicht immer am Coach. Im Großen und Ganzen sind das gestandene Leute. Die müssen sich den Arsch aufreißen."

Steffi Jones hatte nach dem überraschenden Aus beklagt, dass gegnerische Teams gegen ihre Mannschaft sehr tief stehen würden. Ein Problem, das die Friedrichsthalerinnen kennen. "Das kann doch aber kein Grund für die schwachen Auftritte sein", sagt Wjasmin. "Eine gute Mannschaft reißt die gegnerische Defensive auseinander." Wenn die deutschen Spielerinnen aber immer wieder von Außen nach Innen streben würden, um da noch einen Haken zu machen, werde es aber natürlich schwer. "Genug Ballbesitz haben sie in allen Spielen gehabt, machten daraus aber zu wenig. Und Dänemark hat es einfach clever gemacht."

Bei der Antwort auf die Frage nach dem neuen Titelträger tut sich Wjasmin schwer. "Ich glaube nicht, dass die Dänen es machen. England fand ich ganz gut. Und vielleicht hilft den Niederländerinnen der Heimnimbus. Sie spielen einen ordentlichen Ball."

Der Misserfolg des Nationalteams spielt Thomas Wjasmin gewissermaßen in die Karten. "Ich werde oft als der Tiefstapler hingestellt. Sicherlich sind wir auch oft der Favorit. Aber du musst die Rolle auch erst einmal umsetzen. Und am Nationalteam war zu sehen, dass das oft nicht so leicht ist."

Um für die kommende Saison gerüstet zu sein, starten die Friedrichsthalerinnen - die in der letzten Saison auch Pokalsieger und Hallenchampion waren - am Donnerstag in die Saison. "Im Vergleich zum Vorjahr wird sich im Training nichts ändern. Wir wissen, worum es geht."

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