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Bärbel Masius aus Hohenjesar und Gabriele Loeben aus Petershagen-Eggersdorf sind Urgroßnichten des Reformators

Zwei Oderländerinnen beim Luther-Familientreffen

Ines Weber-Rath / 03.08.2017, 06:30 Uhr
Hohenjesar/Erfurt (MOZ) Direkte Nachfahren des Reformators, die noch den Namen Luther tragen, gibt es nicht. Schon in der dritten Generation nach Martin Luther endete die männliche Linie. Anders die seines jüngeren Bruders Jacob. Zwei Nachfahren aus dieser Linie leben im Landkreis Märkisch-Oderland: Bärbel Masius aus Hohenjesar, eine geborene Luther, ist die 12. Urgroßnichte des Reformators, und Gabriele Loeben aus Petershagen-Eggersdorf die 13.

Gabriele Loeben hat es in die Hand genommen, die weit verzweigte Großfamilie zu vernetzen und die Familientradition zu pflegen. Sie organisiert seit einigen Jahren Familientreffen. Das dritte fand am vergangenen Wochenende in Erfurt statt.

Den Entschluss dazu hätten die beiden Märkisch-Oderländerinnen im vorigen Jahr beim Besuch der Wartburg gefasst, berichtet Bärbel Masius. "Wir haben in Erfurt in dem ehemaligen Augustiner-Kloster übernachtet, in dem Martin Luther einst zum Mönch geweiht wurde", so Bärbel Masius weiter. "Die Führung war sehr interessant", ergänzt Gabriele Loeben.Von den rund 70 nachgewiesenen Nachfahren ihres Großvaters Gustav Adolf Luther (gest. 1940) nahmen etwa 30 am Treffen teil.

"Die Dame am Empfang im Kloster hat mir berichtet, dass eine Kollegin von ihr auch aus der Jacob-Luther-Linie stamme. Nun will ich den Kontakt herstellen", berichtete Loeben. Die Petershagen-Eggersdorferin hat die Pflege der Familientradition von ihrer Großmutter übernommen.

Im Februar hatte sie mit Bärbel Masius in der Lebuser Kirche als Auftakt zum Reformationsjahr einen Vortrag zu ihrem berühmten Verwandten Martin Luther und der Familienbande gehalten. Weitere Vorträge sollen folgen, kündigt Bärbel Masius an.

Sie hatte auf dem Weg nach Erfurt gemeinsam mit ihrer Großcousine einen längeren Zwischenstopp in der Lutherstadt Wittenberg eingelegt, um sich die dortige Jubiläums-Ausstellung zur Reformation anzuschauen. Die zwei Söhne von Bärbel Masius' Bruder Hans tragen übrigens dazu bei, den Familiennamen Luther zu erhalten.

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